Bei Lombard Odier sind wir der Ansicht, dass die Nachhaltigkeitsrevolution nicht mehr nur ein Ideal ist, sondern bereits alle Sektoren und Branchen betrifft. Für uns gibt es keine wichtigere oder dringendere Entwicklung als die grundlegende Neugestaltung unseres Wirtschaftsmodells. Wir müssen zu einer nachhaltigeren, regenerativeren Alternative übergehen – zu einer Zukunft, die auf einem kreislauforientierten, effizienten, integrativen und sauberen Modell basiert. Wir nennen es die CLIC™-Wirtschaft.

Für uns gibt es keine wichtigere oder dringendere Entwicklung als die grundlegende Neugestaltung unseres Wirtschaftsmodells
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Wir verhalten uns heute unwirtschaftlich. Die Recyclingquoten sind nach wie vor niedrig und verbessern sich in den verschiedenen Sektoren ungleichmässig. Wir ignorieren die Endlichkeit unserer Ressourcen. Nehmen wir Plastik als Beispiel: 79% des produzierten Plastiks sind auf Mülldeponien gelandet. Von allen Materialien werden nur 43% durch Wasseraufbereitung, Kompostierung, Bodenausbringung/Landanwendung, Recycling und weitere Formen der Rückgewinnung wieder dem Kreislauf der Wirtschaft zugeführt. Dieses Verhalten bringt unser Ökosystem an den Rand seiner Regenerationsfähigkeit.

Die Recyclingquoten sind nach wie vor niedrig und verbessern sich in den verschiedenen Sektoren ungleichmässig

Unsere Wirtschaft ist zu ineffizient. Wir konsumieren und akkumulieren mehr, als wir brauchen. Pkws sind schätzungsweise 92% der Zeit parkiert, Büros stehen 50%-65%  der Zeit leer.Staatliche Einrichtungen bleiben geschätzte 70% der Zeit ungenutzt. Dieses lineare Modell der Wegwerfwirtschaft erzeugt eine Nachfrage nach nicht nachhaltigen und ineffizienten Produkten.

Die Welt ist ungleich. Der Wohlstand ist ungleichmässig verteilt. Teile der Weltbevölkerung sind zunehmend entrechtet und haben keinen Zugang zu einer erschwinglichen Gesundheitsversorgung. Das hat zu verstärkten Ungleichheiten geführt, die soziale Spannungen schaffen. Die bezüglich Einkommen untere Hälfte aller Erwachsenen der Welt besitzt zusammen weniger als 1% des Weltvermögens. Überdies gerät die Mittelschicht unter Druck. Die Ungleichbehandlung der Rassen und Geschlechter verhindert, dass die Gesellschaft ihr wirtschaftliches Potenzial voll ausschöpft.

Eine CO2-intensive, verschmutzte Wirtschaft gefährdet unser Ökosystem. Der Klimawandel und der erhöhte Lebensmittelbedarf setzen das Ackerland unter immensen Druck. Die Lieferketten sind komplex, was den Bedarf an Transportkapazitäten und Energie erhöht. Der übermässige Einsatz von Chemikalien, einschliesslich Düngemittel und Pestiziden, verschlechtert die Böden und gefährdet die menschliche Gesundheit, die Biodiversität und die globale Lebensmittelkette. Wir können in Zukunft weder materielle Ressourcen so schnell abbauen wie bisher noch im gegenwärtigen Umfang Emissionen und Abfall erzeugen.

Wir können in Zukunft weder materielle Ressourcen so schnell abbauen wie bisher noch im gegenwärtigen Umfang Emissionen und Abfall erzeugen

Um zu einer besseren Zukunft überzugehen, müssen wir eine Kreislaufwirtschaft aufbauen. Sie ist darauf ausgerichtet, die Nachfrage nach Gütern zu verringern, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und Abfall zu reduzieren. Lediglich leicht resorbierbare Stoffe wie Wasser und Kompost sollen in die Umwelt zurückgeführt werden. Eine Kreislaufwirtschaft bedeutet die Neugestaltung von Produkten und Geschäftsmodellen, um die Reduktion, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederverteilung und Wiederverwertung von Produkten zu fördern. Wir müssen unsere Produktionsweise ändern. Plastik ist ein gutes Beispiel. Plastikabfälle lassen sich auf vielerlei Weise reduzieren, wiederverwenden und steuern. Dazu zählen Sanierungsprojekte, ein besseres Lagermanagement, intelligente Verpackungen und Technologien für die Abfallsortierung und -verarbeitung. 

Eine Kreislaufwirtschaft bedeutet die Neugestaltung von Produkten und Geschäftsmodellen, um die Reduktion, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederverteilung und Wiederverwertung von Produkten zu fördern

Unabdingbar für diese neue Wirtschaft ist, dass wir lernen, effizient zu sein. Das heisst vor allem, effizient zu produzieren und zu konsumieren und nur nachhaltige oder erneuerbare natürliche Ressourcen abzubauen. In diesem Sinne können wir uns darauf konzentrieren, höherwertige Produkte mit weniger Ressourcen zu produzieren. Wir werden von persönlichem Eigentum künftig zu einer Wirtschaft übergehen, die auf dem Teilen von Gütern wie Transportmittel, Wohnraum oder Büroraum basiert. Die Mobilisierung ungenutzter Vermögenswerte über diese „Sharing Economy“ ist ein wichtiger Schritt zu vernünftigeren Konsum- und Produktionsformen.

Eine integrative Wirtschaft berücksichtigt erschwingliche Lösungen für alle. Das bedeutet, dass die Unternehmen sowohl ihren Gewinn als auch die Menschen und unseren Planeten im Auge behalten. Es ist jetzt an der Zeit, Produktivitätsgewinne über faire Löhne und Aufstiegsmöglichkeiten mit den Mitarbeitenden zu teilen. Die Regierungen müssen in Bildung investieren, Gesundheits- und öffentliche Dienstleistungen zugänglich machen und grüne Städte schaffen. Technologien wie die künstliche Intelligenz werden es ermöglichen, intelligente Lösungen aufrechtzuerhalten und zu entwickeln, und die Umgestaltung der Personaleinsatzplanung beeinflussen.

Es ist jetzt an der Zeit, Produktivitätsgewinne über faire Löhne und Aufstiegsmöglichkeiten mit den Mitarbeitenden zu teilen

Eine saubere Wirtschaft zu schaffen, ist von grundlegender Bedeutung. Wichtige erste Schritte sind sinkende Kosten und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit nicht subventionierter erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung der Mobilität. Für eine unter dem Strich emissionslose Zukunft brauchen wir zusätzlich eine massive Verbesserung der Energieeffizienz, der Verschmutzungskontrollen und der CO2-Preise. Und wir benötigen eine auf saubere Wirtschaft ausgerichtete Politik, eine Revision der Märkte und die Beseitigung unwirtschaftlicher und ineffizienter Subventionen. Zudem vonnöten sind ein nachhaltiges Lebensmittel- und Landnutzungssystem sowie Technologien mit negativen Emissionen. Eine sauberere Wirtschaft mildert Klimarisiken, senkt die gewaltigen sozioökonomischen Kosten der Verschmutzung und schafft Anlagechancen, die in Zusammenhang stehen mit der Nachfrage nach CO2-armen Produkten und Infrastruktureinrichtungen. Der Übergang zu einer sauberen Wirtschaft erfordert weniger Emissionen und eine nachhaltigere Beziehung zur Natur.

Der Übergang zu einer sauberen Wirtschaft erfordert weniger Emissionen und eine nachhaltigere Beziehung zur Natur
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Die CLICTM-Wirtschaft schmälert weder Wohlstand noch Wachstum. Vielmehr floriert diese Wirtschaft in einem Umfeld, das Effizienz und Innovationen beflügelt. Und sie sorgt im Verbund mit dem gesamten Ökosystem für mehr Wachstum. Neue und bahnbrechende Geschäftsmodelle bieten nie da gewesene Möglichkeiten. Gleichzeitig tragen diese Modelle massgeblich dazu bei, unsere Umweltbelastung zu verringern und einen breiteren und gerechter verteilten Wohlstand zu schaffen.

Die CLICTM-Wirtschaft schmälert weder Wohlstand noch Wachstum. Vielmehr floriert sie in einem Umfeld, das Effizienz und Innovationen beflügelt. Und sie sorgt im Verbund mit dem gesamten Ökosystem für mehr Wachstum

Die CLICTM-Wirtschaft weist uns den Weg zu einer emissions- und abfalllosen Wirtschaft. Ihre Ökobilanz überfordert die Regenerationsfähigkeit unserer Umwelt nicht. Dennoch treibt sie Fortschritte für unsere wachsende Bevölkerung vor. Wir stehen an einem Wendepunkt: Die Unternehmen müssen sich entscheiden. Denn es gibt bedeutsame Gelegenheiten für grünen Wachstum, wegweisende neue Geschäftsmodelle und innovative Lösungen. Unternehmen mit einem starken, vorausschauenden Management und der Vision, die grundlegenden Übergangstrends zu nutzen, werden zu Vorreitern der neuen Wirtschaft.

Unseres Erachtens wird sich der Übergang dank positiver Wechselwirkungen zwischen Markt- und wirtschaftlichen Kräften weiter beschleunigen. Dieser Wandel wird jeden einzelnen Wirtschaftssektor durchdringen und Anlagemöglichkeiten im Wert von USD 5,5 Bio. pro Jahr schaffen.4 Um diese Gelegenheiten zu nutzen, müssen wir den traditionellen Ansatz überdenken, der CO2-intensive Sektoren ausschliesst. Die globale Wirtschaft kann nicht ohne sie wachsen. Auch dann nicht, wenn wir die Nettoemissionen auf null gesenkt haben.

Um diese Gelegenheiten zu nutzen, müssen wir den traditionellen Ansatz überdenken, der CO2-intensive Sektoren ausschliesst. Die globale Wirtschaft kann nicht ohne diese Sektoren wachsen. Auch dann nicht, wenn wir die Nettoemissionen auf null gesenkt haben

Wo wir sind.

Unsere Wurzeln liegen in der Schweiz, unsere Perspektive und Vision sind international. Mit über 25 Geschäftsstellen weltweit sind wir für unsere Kunden auf der ganzen Welt aktiv. Ein solches Leistungsversprechen entspricht den Bedürfnissen unserer internationalen Kundschaft.

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Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (2015). Vier von neun „planetaren Grenzen” bereits überschritten. Im Internet unter https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles-archiv/pressemitteilungen/vier-von-neun-planetaren-grenzen201d-bereits-ueberschritten?set_language=de
OECD (2020). Beyond Growth: Towards a New Economic Approach. Im Internet unter https://www.oecd-ilibrary.org/economics/beyond-growth_33a25ba3-en;jsessionid=UCdHj6LwRFmv9cM-s0gYPISS.ip-10-240-5-108
Ellen MacArthur Foundation (2015). Towards a Circular Economy: Business Rationale for an Accelerated Transition. Im Internet unter: https://www.ellenmacarthurfoundation.org/assets/downloads/TCE_Ellen-MacArthur-Foundation_9-Dec-2015.pdf
Siehe PDF „CLIC™” Mobility: A climate Transition for Transport in a post-COVID world

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