In globale Systemveränderungen investieren.

Wirtschaftsorientierte nachhaltige Anlagen.


Die Weltwirtschaft ist im Wandel. Tiefgreifende Systemveränderungen transformieren sowohl die Märkte als auch die Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft. Wirtschaftliche Kräfte treiben den Übergang zu einem naturfreundlichen, sozial konstruktiven und digital unterstützten Netto-Null-Wirtschaft voran.

Im Laufe der Geschichte hat die Wirtschaft zahlreiche grundlegende Systemveränderungen erlebt, beispielsweise den Übergang zu fossilen Brennstoffen oder die digitale Revolution. Wir sind der Meinung, dass dies aktuell wieder geschieht – über alle Sektoren hinweg und so schnell und umfassend wie nie zuvor. 

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Schlüsselsysteme.


Anlegerinnen und Anleger erleben eine Zeit der Umbrüche: Neue geopolitische Allianzen entstehen, Handelsrouten und -beziehungen verändern sich, und im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) werden schnelle Fortschritte erzielt. Zudem werden die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher spürbar.

In diesen unruhigen Zeiten dürfen wir die langfristige Entwicklung nicht aus den Augen verlieren – die Transformation der Systeme, auf denen die Wirtschaft wie auch die Gesellschaft beruhen. Seit vielen Jahren geht es in Gesprächen über das Thema Nachhaltigkeit hauptsächlich um CO2-Emissionen und die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Diese Sichtweise greift zu kurz, und lässt einen grossen Teil der einzigartigen Anlagechancen ausser Acht, die sich aus dem tiefgreifenden Umbau unserer Wirtschaft ergeben. Denn es geht nicht um schrittweise Anpassungen, sondern um einen grundlegenden Wandel – weg von Ressourcenabbau und Abfall, hin zu einer kreislauforientierten, naturfreundlichen und breiter zugänglichen Wirtschaft.

Es handelt sich unserer Ansicht nach um eine Verschiebung tektonischen Ausmasses. Das haben wir in unserer über 230-jährigen Geschichte bereits mehrfach erlebt.

 

Wirtschaftsorientiert.


Wie bei früheren grundlegenden Systemveränderungen geben auch heute wirtschaftliche Faktoren den Ausschlag – nicht Ideologie oder Politik. Entscheidend sind Effizienz, Produktivität, Innovation und praxistaugliche Lösungen.  Durchsetzen dürften sich jene Systeme, die wirtschaftlich leistungsfähiger sind als bestehende Modelle.

Das ist der Lauf der Geschichte: Neue Systeme entstehen, die skalierbare Lösungen für die aktuellen strukturellen Herausforderungen bieten. So löste im 17. Jahrhundert der Umstieg von Brennholz auf Kohle die damalige Energiekrise. Und die Einführung der Eisenbahn war die Lösung für die Kapazitäts- und Effizienzbeschränkungen von Pferdekutschen. Im Zentrum der heutigen Systemtransformationen stehen die Klimakrise, der Verlust von Natur, Gesundheitssysteme am Rande des Kollapses und die Folgen der sich verändernden Soziodemografie.

Der Klimawandel
und seine Kosten

Die zunehmende Häufigkeit und Schwere von Waldbränden und Überschwemmungen haben in vielen Teilen der Welt zu höheren Sachversicherungsprämien geführt.

Verlust von
Biodiversität und Natur

Die Bodendegradation kann zu einer Nahrungsmittelinflation führen und gefährdet die Lebensmittellieferketten.

Physische Veränderungen
unserer Umwelt

Hitzewellen und Dürren schmälern die Ernteerträge und zwingen Städte, in Anpassungsmassnahmen zu investieren.

Bezahlbarkeit
des Gesundheitswesens

Die maroden Gesundheitssysteme führen zu einer zunehmenden Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung und längeren Wartezeiten für Patienten.

Herausforderungen für
die öffentlichen Finanzen

Aufgrund der steigenden Pensionszahlungen drohen erdrückende Haushaltsdefizite.

Ein digitaler
Tsunami

Die Flut digitaler Optionen hat zu einem unüberschaubaren Angebot ohne demokratisierten Zugang geführt – die digitale Kluft wächst.

Angesichts dieser Herausforderungen ist unser etabliertes Wirtschaftssystem nicht mehr nachhaltig; wir haben die Grenzen der Skalierbarkeit, der Effizienz und der Verfügbarkeit von Ressourcen erreicht. Doch aufgrund der grenzenlosen Innovationsfähigkeit des Menschen stehen wir nun am Beginn einer wirtschaftlichen Revolution. Diese Revolution wird über die Zukunft unserer Spezies und unseres Planeten entscheiden.

Vorausschauende Unternehmen haben die Entstehung neuer Wirtschaftssysteme erkannt und passen ihre Geschäftsmodelle an, um kontinuierliches und nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Diese Innovatoren und Pioniere orientieren sich an wirtschaftlichen Faktoren und treiben den Übergang zu einer neuen Wirtschaft voran. Wir gehen vom aktuell linearen, abfallintensiven und nicht nachhaltigen Modell zu einer naturfreundlichen, sozial konstruktiven und digital unterstützten Netto-Null-Wirtschaft über.

Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit.

Aktuell stehen wir kurz davor, das Ziel des Pariser Abkommens zu verfehlen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Auswirkungen sind bereits offensichtlich. Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und Waldbrände bedrohen zunehmend Ernten, Wohnraum, Lebensgrundlagen und die Wasserversorgung.

Einige Regierungen nehmen ihre Massnahmen zur Reduzierung der Emissionen zurück, was Fragen zur Zukunft nachhaltiger Anlagen aufwirft. Wir sind jedoch überzeugt, dass aufgeschobenes Handeln den späteren Anpassungsdruck erhöht: Je länger Massnahmen hinausgezögert werden, desto abrupter dürfte die Reaktion ausfallen. Ob der Übergang schrittweise oder plötzlich erfolgt – das Ziel bleibt eine Netto-Null-Wirtschaft.

Das Energiesystem wird als grösste Emissionsquelle im Zentrum dieses Übergangs stehen. Erneuerbare Energien, Batteriespeicher und intelligente Netze werden die Elektrifizierung weiter vorantreiben, die die Erzeugung und den Verbrauch von Energie grundlegend transformieren wird. Zugleich wird die Dekarbonisierung in der gesamten Wirtschaft die Geschäftsmodelle und Gewinnpools verändern.

Lombard Odier Managing Partners

Natürliche Ökosysteme bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Sie stellen die Ressourcen bereit und erbringen die Ökosystemleistungen, die für die Wirtschaft und die Gesellschaft unverzichtbar sind. Doch die Natur wird so schnell ausgebeutet wie nie zuvor. Die Folgen sind Bodendegradation, Biodiversitätsverlust sowie eine Schwächung der lebenswichtigen Kohlenstoffsenken.

Wir nähern uns dem „Ende des Überflusses“. Daher werden der Wert der Natur und die Kosten der schädlichen Auswirkungen auf die Natur zunehmend in Produkten und Dienstleistungen eingepreist. Wir sind überzeugt, dass sich der Übergang von der heutigen linearen Wirtschaft zu einer Bio-Kreislaufwirtschaft im Einklang mit der Natur dadurch beschleunigen wird.

Im Zentrum dieses Übergangs werden der Lebensmittel- und der Agrarsektor sowie das verarbeitende Gewerbe stehen. Sie werden auf stärker regenerative und kreislauforientierte sowie auf ressourceneffizientere Modelle setzen. Zugleich werden Fortschritte in den Bereichen Daten und Überwachung zu mehr Transparenz führen. Dies hilft Anlegerinnen und Anlegern, Regulierungsbehörden sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern, Unternehmen mit positiven Auswirkungen auf die Natur zu bevorzugen.

Die Globalisierung und das Wirtschaftswachstum haben mehr als einer Milliarde Menschen geholfen, der Armut zu entkommen.7 Zugleich ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen,8 und der Lebensstandard hat sich weltweit erhöht.

Der demografische Wandel, steigende Gesundheitskosten und die zunehmend unter Druck stehenden öffentlichen Haushalte belasten jedoch die Sozialsysteme. Regierungen sind daher gezwungen, den Gesellschaftsvertrag zu überdenken. Dies wird unseres Erachtens Chancen für Unternehmen schaffen, denen es gelingt, personalisierte und bezahlbare Produkte und Dienstleistungen leicht zugänglich und in grossem Massstab anzubieten.

Dank der Fortschritte in den Bereichen KI, Datenanalyse und personalisierte Medizin wird das Gesundheitssystem von der Behandlung zur Prävention von Erkrankungen übergehen. Insgesamt werden eine stärkere Vernetzung und Digitalisierung allen Teilen der Gesellschaft den Zugang zu Dienstleistungen, wirtschaftlichen Chancen und finanzieller Sicherheit erleichtern.

Lombard Odier Managing Partners

KI, Cloud-Computing, Halbleiter und Big Data entwickeln sich zum digitalen Rückgrat dieser Transformation der gesamten Wirtschaft. Sie beschleunigen die Innovation und tragen dazu bei, die Kosten für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu senken.

Beim Übergang zur naturfreundlichen Netto-Null-Wirtschaft werden digitale Technologien unerlässlich sein. Sie ermöglichen intelligentere Energiesysteme, eine effizientere Ressourcennutzung und mehr Transparenz in den Lieferketten.

Durch stärker personalisierte, leichter zugängliche und bezahlbare Angebote werden digitale Technologien auch zu einer sozial konstruktiveren Wirtschaft beitragen. Das Wachstum des digitalen Sektors wird zwar seine ganz eigenen Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit schaffen. Wir sind jedoch überzeugt, dass digitale Lösungen wichtige Wegbereiter für den breiteren Übergang bleiben werden.

Unsere Strategie.


Durch wissenschaftsbasierte Analysen und Partnerschaften mit externen Fachpersonen verschiedener Disziplinen haben wir ein Verständnis für Systemveränderungen aufgebaut, das im Zentrum unseres Anlageansatzes steht. In den Bereichen Energie, Industrie, Konsum, Gesundheit, Finanzen und digitaler Technologie finden tiefgreifende Transformationen statt. Wir analysieren über unser gesamtes Anlageuniversum hinweg, wie diese Veränderungen sich auf Geschäftsmodelle und die langfristige Rentabilität auswirken werden. In all diesen Bereichen entstehen Anlagechancen unseres Erachtens dort, wo Märkte die daraus entstehenden Risiken und Chancen noch nicht angemessen bewerten. Diese ergeben sich, wenn Klimawandel und Extremwetter, Naturzerstörung und Biodiversitätsverlust, gesellschaftliche Fragmentierung und Bevölkerungsalterung langfristige Systemveränderungen am heutigen etablierten Wirtschaftsmodell erzwingen.

Wir identifizieren Unternehmen, die unserer Ansicht nach vom Übergang profitieren werden. Anschliessend suchen wir anhand von Fundamentalanalysen nach Kursverzerrungen; diese entstehen durch die Fehlbewertung von Geschäftschancen in Märkten, die die stattfindenden Systemveränderungen noch nicht erkannt haben.

Wir legen unseren Ansatz zwar immer langfristig an, wollen Renditen jedoch nicht irgendwann in der Zukunft erzielen, sondern jetzt. Indem wir die Analyse von Systemveränderungen mit fundamentaler Bottom-up-Analyse verbinden, entwickeln wir diversifizierte, risikomanagte globale und thematische High-Conviction-Portfolios. Sie beruhen nicht auf Hoffnung oder politischen Kurswechseln, sondern auf wirtschaftlichen Fundamentaldaten.


Wir leben in einer einzigartigen Zeit 
 

Wir erleben eine Zeit der grossen Unsicherheit, zugleich aber auch bedeutender Chancen. Angesichts des turbulenten Wirtschaftsumfelds liefert die Analyse von Systemveränderungen ein Instrument, um Anlageprognosen zu erstellen, die auf der wirtschaftlichen Realität beruhen. Konkret bedeutet das: Die Welt verändert sich, und damit auch die Voraussetzungen für Anlegerinnen und Anleger. Was gestern noch funktioniert hat, muss heute nicht mehr funktionieren.

Wir sind der Ansicht, dass nachhaltige Anlagen unerlässlich sind, um das Vermögen unserer Kundinnen und Kunden zu erhalten und langfristig zu mehren. Jenseits kurzfristiger Turbulenzen und der neuesten Schlagzeilen verändern globale Systemtrends die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. Auf dem Weg zu einer naturfreundlichen, sozial konstruktiven und digital unterstützten Netto-Null-Wirtschaft entstehen neue Risiken und Chancen. Unternehmen und Anleger müssen sich darauf einstellen, um an diesem Wandel teilzuhaben. Andernfalls laufen sie Gefahr, eine wirtschaftliche Revolution zu verpassen, wie sie nur einmal in hundert Jahren stattfindet.

Wo wir sind.

Unsere Wurzeln liegen in der Schweiz, unsere Perspektive und Vision sind international. Mit über 25 Geschäftsstellen weltweit sind wir für unsere Kunden auf der ganzen Welt aktiv. Ein solches Leistungsversprechen entspricht den Bedürfnissen unserer internationalen Kundschaft.

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