Der Weg zur Netto-Null-Wirtschaft.

Der Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Es werden Opfer zu erbringen sein, aber es bieten sich auch enorme Anlagechancen. 

Um die Ziele des Pariser Abkommens zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C zu erreichen, müssen wir die CO2-Emissionen bis 2050 auf netto null reduzieren. Das ist eine wahre Herkules-Aufgabe, aber die zentrale Voraussetzung für einen Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft. In allen Branchen müssen Unternehmen sich von fossilen Brennstoffen verabschieden. 
 

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Für Anleger bietet dieser Übergang vielversprechende Chancen. Wir glauben, dass Unternehmen auf dem Weg zum Netto-Null-Energieverbrauch florieren werden, während diejenigen, die zurückbleiben, möglicherweise nicht überleben. Die Nachfrage nach klimarelevanten Lösungen, Produkten und Dienstleistungen wird derweil hochschnellen.

Wir glauben, dass Unternehmen auf dem Weg zum Netto-Null-Energieverbrauch florieren werden, während diejenigen, die zurückbleiben, möglicherweise nicht überleben

Warum ist das so wichtig?

Wir bei Lombard Odier sind der Auffassung, dass wir uns am Beginn der nächsten grossen wirtschaftlichen Revolution befinden, bei der die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt aller Anlageentscheidungen stehen wird.

Gegenwärtig leben wir in einer unwirtschaftlichen (Wasteful), ineffizienten (Idle), ungleichen (Lopsided) und schmutzigen (Dirty) Wirtschaft, der WILD-Wirtschaft. Eine, in der dem Planeten jedes Jahr 92 Milliarden Tonnen natürlicher Ressourcen5 entnommen werden, um ein immer gierigeres Konsummodell zu füttern. Dies führt zu Umweltverschmutzung, Treibhausgasemissionen und hoher Ineffizienz. Die Umstellung auf eine kreislauforientierte (Circular), produktivitätssteigernde (Lean), integrative (Inclusive) und saubere (Clean) CLIC™-Wirtschaft wird immer dringlicher.

Das Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis 2050 ist Kernelement dieses Übergangs. Drei Jahrzehnte mögen eine lange Zeit scheinen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Wissenschaft zufolge müssen wir hierfür allerdings unsere Emissionen zunächst bis 2030 – also bereits in weniger als neun Jahren – halbieren.

 

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Netto null ist die einzige Lösung, die ein ÜberlaufenderBadewanne verhindert

Die Bemühungen nehmen indes an Fahrt auf: Mehr als 125 Länder haben sich zu Netto-Null-Zielen verpflichtet, die Vereinigten Staaten unter der Regierung Biden sind dem Pariser Abkommen wieder beigetreten, und die im November 2021 in Glasgow stattfindende COP26 (UN-Klimakonferenz) wird die Regierungen zu ehrgeizigeren Klimazusagen und deren regulatorische Umsetzung anhalten.

Zahlreiche Kräfte sorgen für eine Dynamik, die den Wandel unaufhaltsam vorantreiben. Die CO2-Emissionen werden durch Regulierungsmassnahmen kostspieliger, und es besteht ein Bedarf an mehr Transparenz. Konsumenten und Arbeitnehmer verlangen, dass Unternehmen nachhaltige Lösungen implementieren. Die Marktkräfte drücken die Technologiekosten nach unten, derweil die Investoren von den Unternehmen verlangen, dass sie über klimabezogene Risiken berichten und ihr Kapital effektiv umschichten. Die Lösungen für den Übergang zu einer CLIC™-Wirtschaft werden immer günstiger und verbreiten sich zunehmend.

Der Wissenschaft zufolge müssen wir hierfür allerdings unsere Emissionen zunächst bis 2030 – also bereits in weniger als neun Jahren – halbieren

Was bedeutet das für die Anleger?

Die Umstellung auf Netto-Null-Emissionen wird für Anleger zu einem absoluten Schlüsselthema. Kann ein Unternehmen seine Tätigkeit fortsetzen, ohne CO2 auszustossen? Kann es in einer Post-Carbon-Welt beziehungsweise während des Übergangs zu netto null ein rentables Geschäftsmodell betreiben?

Für Anleger muss der Netto-Null-Zielpfad künftig unbedingte Voraussetzung für jegliche Investition sein

Für Anleger muss der Netto-Null-Zielpfad künftig unbedingte Voraussetzung für jegliche Investition sein. Bei Lombard Odier wenden wir die Oxford-Martin-Prinzipien an – ein streng wissenschaftliches Netto-Null-Rahmenwerk, das uns bei der Entscheidung hilft, wie wir mit Unternehmen zusammenarbeiten.

1

Das Unternehmen legt ein Netto-Null-Ziel fest.

2

Das Unternehmen legt einen Plan vor, wie es bei Netto-Null-Emissionen profitabel bleiben wird.

3

Das Unternehmen legt ein mittelfristiges Ziel fest (z. B. eine 50%ige Reduzierung der Emissionen bis 2030).

Daraus lässt sich ablesen, wie "zukunftssicher" ein Unternehmen angesichts der Nachhaltigkeitsrevolution ist.

Ein Unternehmen, das die Oxford-Martin-Prinzipien erfüllt, wird sofort deutlich attraktiver als eines, das diese nicht befolgt. Um die Nachhaltigkeit unserer Portfolios zu optimieren, berücksichtigen wir all diese Informationen im Rahmen unseres Dekarbonisierungsprozesses. Zudem passen wir die Portfolios an, um sicherzustellen, dass sie im Einklang mit einem Netto-Null-Profil und den Zielen des Pariser Abkommens zur Begrenzung der globalen Erwärmung dekarbonisiert werden. 

Um die Nachhaltigkeit unserer Portfolios zu optimieren, stellen wir sicher, dass sie im Einklang mit einem Netto-Null-Profil und den Zielen des Pariser Abkommens zur Begrenzung der globalen Erwärmung dekarbonisiert werden

Kohlenstoffarme Strategien, die das Problem eher umgehen als angehen, die übermässige Nutzung von Kohlenstoffkompensationen und Leerverkäufe von Unternehmen mit hohen Emissionen werden das Problem nicht lösen, auch wenn es sich hierbei um gängige Ansätze handelt, die Investoren heute anwenden. Nur durch Investitionen in die Reduzierung der Emissionen in der Realwirtschaft kann der Übergang beschleunigt werden, und genau hier liegen die Chancen für den Klimaschutz.

Der Weg zu netto null.

Wir sind davon überzeugt, dass Unternehmen, die sich auf einem gangbaren Weg zur Kohlenstoffneutralität befinden und die Übergangsrisiken beherrschen, von Wachstumschancen, erstklassigen Bewertungen und einem günstigeren und leichteren Zugang zu Kapital profitieren werden.

Wir bewerten nicht nur die aktuellen Emissionen eines Unternehmens oder Portfolios, sondern auch das notwendige Dekarbonisierungsniveau, welches das Unternehmen erreichen muss, und ferner, ob das Unternehmen diese Ziele aus eigener Kraft erreichen kann. Darüber hinaus berücksichtigen wir, inwieweit der von der Branche sowie den Regulierungsbehörden erzeugte Druck ein Unternehmen dazu veranlassen kann, Klimaschutzverpflichtungen rascher einzugehen und umzusetzen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir emissionsintensive Sektoren meiden. Unternehmen in diesen Sektoren, die sich auf dem richtigen Weg befinden, haben das Potenzial, einen besonders grossen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu leisten. Für uns ist entscheidend, ob sich ein Unternehmen in die richtige Richtung bewegt – und zwar schnell genug. Wir glauben, dass sich dies in den kommenden Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Renditefaktoren entwickeln wird. Es ist unsere treuhänderische Pflicht, einerseits die Risiken zu verstehen, die mit der fortgesetzten Kohlendioxidemission und dem Übergang zu Netto-Null-Emissionen verbunden sind, und andererseits die Chancen zu nutzen, die sich aus diesem Übergang ergeben.

Wir müssen über den heutigen Fussabdruck eines Unternehmens hinausblicken und seine Entwicklung und Strategie für den Übergang verstehen

Es reicht indes nicht aus, nur den Kohlenstoff-Fussabdruck zu betrachten. Ein Unternehmen in einem emissionsstarken Sektor wie der Stahlindustrie, das in saubere Technologien investiert, um kohlenstoffneutralen Stahl zu produzieren, leistet einen positiven Beitrag und kann neue wirtschaftliche Vorteile erschliessen. Im Gegensatz dazu kann ein Unternehmen mit geringem Kohlenstoffausstoss, das in energieintensive Technologien investiert, die nicht mit erneuerbaren Energien gekoppelt sind, zwar heute durchaus kohlenstoffarm sein – aber es bewegt sich in die falsche Richtung. Wir müssen über den heutigen Fussabdruck eines Unternehmens hinausblicken und seine Entwicklung und Strategie für den Übergang verstehen.

Unternehmen in Branchen wie Landwirtschaft, Zement, Stahl, Chemie, Energie, Werkstoffe, Bau und Verkehr werden entscheiden, ob wir den Kampf gegen die Klimaerwärmung gewinnen oder verlieren. Sogenannte "Eiswürfel"-Unternehmen, welche die Dringlichkeit des Wandels erkannt haben, können die Wirtschaft überproportional abkühlen. "Brennende Holzscheite“, die noch immer enorme Emissionen verursachen, laufen indessen Gefahr, als verlorene Vermögenswerte zu enden, oder riskieren, in einer Richtung netto null regulierten Welt aus dem Geschäft gedrängt zu werden. 

Wir bewerten unsere Portfoliounternehmen auf der Grundlage von:

1

Emissionen

2

Niveau der erforderlichen Dekarbonisierung

3

Entwicklungspfad des Unternehmens

4

Entwicklung des internen, branchenbezogenen und regulatorischen Drucks

Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir emissionsintensive Sektoren meiden. Für uns ist entscheidend, ob sich ein Unternehmen in die richtige Richtung bewegt – und zwar schnell genug.

Aufbau von Netto-Null-Portfolios.

Unser Ziel ist es, Portfolios aufzubauen, die gegen die vom Wandel verursachten Schocks nicht nur Bestand haben, sondern von der Transformation auch profitieren. 

Deshalb teilen wir die Unternehmen in vier Kategorien ein.

Brennende Holzscheite

Unternehmen, die stark exponiert sind und dringend dekarbonisiert werden müssen, dies aber nicht tun.

Eiswürfel

Unternehmen aus ähnlich exponierten Sektoren, die jedoch geeignete Massnahmen ergreifen und den Übergang vollziehen.

Lösungsanbieter

Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen die gesamte Wirtschaft zum Übergang befähigen.

Unternehmen, die von Klimarisiken isoliert sind

Unternehmen, deren Einbezug die Diversifizierung und andere Portfolioziele unterstützen kann.

Beim Aufbau von Netto-Null-Portfolios wenden wir einen zukunftsorientierten Ansatz an, um die Auswirkungen auf den Klimawert anhand eines vierstufigen Prozesses zu ermitteln:

  • Am Anfang steht die Bewertung der Kohlenstoffbelastung eines Portfolios in Bezug auf Scope-1-,-2- und -3-Emissionen, wobei wir berücksichtigen, dass sowohl mit den direkten als auch mit den indirekten Emissionen eines Unternehmens Übergangsrisiken verbunden sein können.
  • Als Nächstes untersuchen wir, wie sich die Emissionen des Portfolios infolge der Dekarbonisierungsstrategien der Unternehmen voraussichtlich entwickeln werden. Dazu verwenden wir unsere unternehmenseigene Methode des impliziten Temperaturanstiegs (Implied Temperature Increase, ITR), die die Ausrichtung der Unternehmen mit Blick auf das Pariser Abkommen bewertet.
  • Im Rahmen dieser Analyse berücksichtigen wir die eigenen Verpflichtungen eines Unternehmens sowie die Exposition gegenüber internem, branchenspezifischem und regulatorischem Druck, durch den sich ein Unternehmen dazu veranlasst sehen könnte, seine Klimaverpflichtungen rascher zu formulieren und umzusetzen.
  • Schliesslich überprüfen wir kontinuierlich unsere Portfoliopositionen und aktualisieren unsere Klimaanalyse monatlich.

Wo wir sind.

Unsere Wurzeln liegen in der Schweiz, unsere Perspektive und Vision sind international. Mit über 25 Geschäftsstellen weltweit sind wir für unsere Kunden auf der ganzen Welt aktiv. Dieses Leistungsversprechen entspricht den Bedürfnissen unserer internationalen Kundschaft.

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1 https://www.lombardodier.com/contents/corporate-news/investment-insights/2021/june/carbon-costs-and-the-g7s-fossil.html
2 World Resources Institute; ohne Landnutzungsänderungen.
3 https://www.clientearth.org/latest/latest-updates/stories/fossil-fuels-and-climate-change-the-facts/#:~:text=In%202018%2C%2089%25%20of%20global,source%20of%20global%20temperature%20rise.
4 Berechnungen von Lombard Odier
https://www.resourcepanel.org/sites/default/files/documents/document/media/unep_252_gro_2019_summary_business_leaders_web.pdf

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