Wenn Sie unsere Website besuchen, können Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden. Dies geschieht vor allem in Form von Cookies. Wir nutzen notwendige Cookies für die korrekte Funktion der Website. Daneben verwenden wir Analyse-Cookies und Marketing-Cookies zur Messung der Besucherzahlen und zur Personalisierung unserer Inhalte. Wir nutzen Google für Analyse- und Marketing-Cookies, um die Leistung der Website zu messen und relevante Werbung anzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie auch in der Google-Richtlinie Verantwortungsvoller Umgang mit Geschäftsdaten.
In den Cookie-Einstellungen können Sie festlegen, welche Cookies verwendet werden: Sie können bestimmte Kategorien zulassen oder ablehnen, alle zulassen oder alle ablehnen. Ausführliche Informationen zu allen verwendeten Cookies dieser drei Kategorien finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.
Bitte beachten Sie, dass die Blockierung bestimmter Cookies Ihr Nutzererlebnis und die angebotenen Dienste beeinträchtigen kann.
Notwendige Cookies
Die notwendigen Cookies tragen zur korrekten Funktion der Website bei. Sie aktivieren wesentliche Funktionen wie die Navigation und den Zugriff auf geschützte Bereiche. Sie können in unseren Systemen nicht deaktiviert werden.
Analyse-Cookies
Analyse-Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucherinnen und Besucher mit unserer Website interagieren, indem sie Informationen zum Surfverhalten erfassen und übermitteln. Sie ermöglichen es uns, besonders häufig oder selten aufgerufene Seiten zu identifizieren und die allgemeine Performance der Website zu verbessern.
Marketing-Cookies
Wir verwenden Marketing-Cookies, um relevante Werbung anzuzeigen und die Performance der Kampagnen zu messen. Wenn Sie diese Cookies nicht aktivieren, sehen Sie weiterhin Werbung. Sie ist aber weniger auf Ihre Interessen ausgerichtet.
Wählen Sie aus, zu welchem Zweck wir Ihre Daten mithilfe von Google-Produkten erfassen und nutzen dürfen.
Nutzerspeicherung: zur technischen Umsetzung der Werbefunktionen.
Nutzerdaten für Werbung: zur Optimierung unserer Werbekampagnen.
Personalisierte Werbung: zur Ausrichtung unserer Werbung auf Ihre Interessen.
Erholung des Gesundheitssektors gewinnt an Dynamik
Corinne Maillet de Boursetty
Senior Equity Strategist
Patrick Kellenberger
Equity Strategist
Alexandra Ralli
Senior Equity Research Analyst, Gesundheitssektor
Kernpunkte.
Pharmaaktien haben sich 2026 erholt, da die Sorgen über die US-Politik nachgelassen und sich die Bewertungen trotz steigender Zinsen behauptet haben
Die beschleunigte KI-Einführung und Innovationen bleiben starke Wachstumstreiber, angeführt von Adipositasbehandlungen sowie Immuntherapien und neuen Krebsmedikamenten
Biotechnologieunternehmen profitieren von besseren Finanzierungsbedingungen und zunehmender M&A-Aktivität, Medizintechnik und Life-Science-Instrumente von einer zyklischen Erholung
Wir bleiben in globalen Aktien übergewichtet und halten an der Präferenz für den Gesundheitssektor fest, gestützt auf ein robustes, zunehmendes Gewinnwachstum und günstige langfristige Nachfragetrends.
Nach einer herausfordernden Phase haben Pharmaaktien dieses Jahr Boden gutgemacht. Dazu beigetragen haben der nachlassende politische Gegenwind aus den USA, Innovationen in der Medikamentenentwicklung und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz. Angesichts günstiger struktureller und taktischer Trends bleibt das Gesundheitswesen einer unserer bevorzugten Sektoren.
2022 begann für den Gesundheitssektor eine lange Phase der unterdurchschnittlichen Entwicklung. Grund dafür war die zunehmende politische Unsicherheit in den USA, dem grössten und profitabelsten Markt für den Sektor. Dies belastete die Preisgestaltung und die Kostenerstattungen und führte zu höheren Einfuhrzöllen. Eine neue Executive Order der USA zielte darauf ab, die Preise amerikanischer Medikamente an die niedrigeren Preise in anderen Industrieländern anzugleichen. Hinzu kamen Reformen in der Kostenerstattung und die Androhung höherer sektorspezifischer Zölle.
Darüber hinaus bedroht die bedeutendste „Patentklippe“ seit Jahrzehnten die Gewinne der grossen Pharmaunternehmen: Bei Markenmedikamenten im Wert von rund USD 300 Mrd. bis USD 400 Mrd. läuft der Schutz des geistigen Eigentums vor günstigerer Generikakonkurrenz bis 2035 aus.
Newsletter abonnieren
Über weite Teile des Jahres 2025 entwickelten sich daher US-amerikanische und europäische Pharmaaktien schwächer als ihre heimischen Aktienmärkte, und die Anlegerstimmung war sehr negativ. Doch der Gesundheitssektor bleibt ein bedeutender Bestandteil der Aktienindizes von Industrieländern, auch wenn seine Gewichtung in den Indizes jüngst zurückgegangen ist. Mit einem Anteil von fast 40% ist er nach wie vor der grösste Sektor im Swiss Market Index. Im S&P 500 macht er rund 10% und im MSCI Europe 6% aus.
Weniger politischer Gegenwind
Die politische Unsicherheit in den USA hat inzwischen deutlich nachgelassen, was die Bewertungen von Pharma- und Biotechnologieunternehmen unterstützt. Grosse Arzneimittelunternehmen versprachen, mehr in die US-Produktion zu investieren. Die meisten schlossen Preisvereinbarungen mit den USA ab, die günstiger ausfielen als zunächst befürchtet. Es gibt Anzeichen dafür, dass Medizintechnikfirmen mit eigenen Vereinbarungen und Investitionszusagen folgen.
Grosse Arzneimittelunternehmen versprachen, mehr in die US-Produktion zu investieren. Die meisten schlossen Preisvereinbarungen mit den USA ab, die günstiger ausfielen als zunächst befürchtet
Dies bedeutet nicht, dass der politische Druck verschwunden ist. Kürzungen der zuvor prognostizierten US-Ausgaben für Medicaid um fast USD 1 Bio. sowie zusätzliche Ausgabenkürzungen bei Medicare im Umfang von USD 500 Mrd. sind erheblich. Sie könnten den Zugang zur Gesundheitsversorgung und die Medikamentennachfrage in den USA mit der Zeit verringern. Zwar wurde eine Untersuchung des Pharmasektors nach Section 232 des US-Handelsrechts abgeschlossen. Doch der Branche für Medizingeräte und -ausrüstung drohen weiterhin neue Zölle oder Lieferkettenstörungen.
Allgemein war die legislative Bedrohung durch die Trump-Regierung indessen geringer als erwartet. Auch ist der Druck auf die Medikamentenpreise in den USA kein neues Phänomen. Seit Jahrzehnten versucht die Politik, die Preise in den USA einzudämmen, und Pharmaunternehmen berücksichtigen dies zunehmend in ihrer strategischen Planung. Gleiches gilt für Umsatzeinbussen wegen auslaufender Patente, die sowohl Pharmaunternehmen als auch ihre Investoren in ihren Modellen berücksichtigt haben.
Innovation in den Medikamenten-Pipelines
Der Druck durch künftige Patentabläufe ist ein starker Innovationstreiber, da Pharmaunternehmen ihre Pipelines wieder auffüllen und ihre Einnahmequellen stärken wollen.
Der Druck durch künftige Patentabläufe ist ein starker Innovationstreiber
Den grössten einzelnen Wachstumsmarkt bilden Medikamente gegen Fettleibigkeit oder Adipositas. Diese zur Behandlung von Diabetes entwickelten GLP-1-Therapien haben sich rasch auch zur Behandlung von Adipositas etabliert. Die Häufigkeit beider Erkrankungen nimmt zu. Laut Konsenserwartungen soll der weltweite Markt für GLP-1-Medikamente bis 2030 von knapp USD 97 Mrd. im Jahr 2026 auf fast USD 148 Mrd. wachsen. Neue Formulierungen und orale Therapien tragen dazu bei, den Kreis der Patientinnen und Patienten zu erweitern.
Auch bei anderen Krankheiten erzielen Medikamentenhersteller Fortschritte, insbesondere mit Arzneimitteln, die das körpereigene Immunsystem nutzen. Dazu zählt ein neuer personalisierter mRNA-Impfstoff gegen Melanome, dessen Markteinführung für 2027 erwartet wird. Immuntherapien werden in frühere Phasen der Krebsbehandlung verlagert, während eine neue Generation zielgerichteter Medikamente und Kombinationstherapien ermutigende Ergebnisse zeigt. Da auch der Patentschutz des führenden Medikaments gegen Multiple Sklerose abläuft, bereitet dessen Hersteller die Einführung einer neuen Therapie vor, die das breiteste Spektrum der Erkrankung abdeckt.
Den grössten einzelnen Wachstumsmarkt bilden Medikamente gegen Adipositas
Auch der Ausblick für andere Gesundheitsunternehmen hellt sich auf. Die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) grosser Medikamentenhersteller kommen Unternehmen zugute, die Life-Science-Instrumente bereitstellen oder ausgelagerte Forschungs- und Produktionsleistungen erbringen.
Biotechnologieunternehmen profitieren ebenfalls von der Suche grosser Pharmaunternehmen nach neuen Medikamenten, da Firmen mit vielversprechenden potenziellen Therapien zu Übernahmezielen werden. Die Fusions- und Übernahmeaktivität (M&A) hat sich seit 2025 beschleunigt, und wir erwarten eine Fortsetzung dieses Trends. Bislang konzentriert sich die Branche auf gezielte Pipeline-Käufe statt auf Megafusionen, deren Mehrwert für Anlegerinnen und Anleger fraglicher ist.
Bessere Finanzierungsbedingungen für Biotechnologiefirmen und die Verlagerung eines Teils der Pharmaproduktion in die USA dürften mit der Zeit auch die Nachfrage nach Life-Science-Ausrüstung stützen. Medizintechnikunternehmen sehen sich in China weiterhin mit einem komplexen Umfeld konfrontiert, das von Preisreformen im Gesundheitswesen, Antikorruptionsmassnahmen und geringeren Ausgaben der Krankenhäuser geprägt ist. Doch viele ihrer Bewertungen widerspiegeln diese Herausforderungen bereits.
Da Patentabläufe nun auch komplexe biologische Therapien betreffen, eröffnen sich neue Chancen für Generikahersteller. Der weltweite Markt für „Biosimilars“ belief sich 2025 auf rund USD 40 Mrd. Er dürfte laut Branchenberichten in den kommenden zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 18% verzeichnen.
Vorteile durch KI-Einsatz
Wir erwarten, dass Gesundheitsunternehmen dank KI weitere Effizienzgewinne erzielen. KI ist bereits in Gesundheitsdienstleistungen integriert und hat dort den administrativen Aufwand verringert. Ärztinnen und Ärzte setzen KI-Instrumente am häufigsten in der Radiologie und Bildgebung ein; die Anwendungen weiten sich auf Kardiologie und Neurologie aus. Pharmaunternehmen nutzen KI, um neue Wirkstoffkandidaten zu identifizieren und klinische Studien effizienter durchzuführen. Für die kommenden Jahre rechnen Pharmaunternehmen damit, dass KI 10% bis 30% der präklinischen Arbeiten übernimmt. Dies könnte die Kosten der Medikamentenentwicklung um 16% verringern und die Markteinführungszeit verkürzen, so Bloomberg Research. Insbesondere chinesische Unternehmen führen KI rasch ein.
Angesichts dieses Rückenwinds erwarten wir, dass sich das Gewinnwachstum im Gesundheitssektor 2027 auf 18% beschleunigt. Damit wäre das Gesundheitswesen nach der Informationstechnologie der Sektor mit dem höchsten Wachstum. Mehrere einmalige Faktoren begünstigen diese Entwicklung. Hinzu kommen steigende Gewinne grosser Pharmaunternehmen, die mehr als die Hälfte der Sektorgewinne ausmachen, und eine Erholung der Profitabilität im Managed-Care-Bereich. Das bereinigte Gewinnwachstum ist geringer, liegt aber weiterhin bei rund 10%.
Die Gewinnerholung untermauert unsere anhaltende Präferenz für den Gesundheitssektor
Grosse Pharmaunternehmen in den USA und Europa meldeten im zweiten Quartal ein bereinigtes Gewinnwachstum von nahezu 10%, was die Schätzungen übertraf. Für das dritte Quartal erwarten wir ein bereinigtes Wachstum von fast 5% bis 6%. Die Gewinne spiegeln zudem eine höhere Nachfrage infolge langfristiger Trends, darunter der Alterung der Bevölkerung, einer wachsenden Mittelschicht, bewegungsärmerer Lebensweisen und der Präventionsmedizin.
Kurzfristig untermauert die Gewinnerholung unsere anhaltende Präferenz für den Gesundheitssektor. Die Bewertungen grosser US-Pharmaunternehmen entsprechen jetzt dem historischen Durchschnitt, scheinen angesichts der Wachstumsaussichten aber nicht übermässig anspruchsvoll. In anderen Untersegmenten des Gesundheitssektors sind die Bewertungen niedriger. Gesundheitsaktien bieten Aktienanlegern zudem eine Diversifizierung gegenüber technologielastigen Indizes und ein alternatives Engagement in KI.
In den kommenden Monaten könnten die Bewertungen von einem Rückgang der globalen Renditen profitieren, wenn die Anleger ihre Erwartungen bezüglich der geldpolitischen Straffung nach unten korrigieren. Des Weiteren rechnen wir damit, dass die US-Zwischenwahlen zu einer geteilten Regierung führen. Dies würde einen Stillstand in der Legislative bedeuten und den Spielraum für tiefgreifende politische Veränderungen verringern.
CIO Office Viewpoint
Erholung des Gesundheitssektors gewinnt an Dynamik
Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende.
teilen.