Ein starker Zyklus gibt den Märkten Auftrieb

Ein starker Zyklus gibt den Märkten Auftrieb

Anlegerinnen und Anleger haben intensive Monate vor sich. Es geht um viel – geopolitisch sowie in der Wirtschafts- und US-Politik. Insgesamt fördert ein kräftiger Ausgabenzyklus das globale Wachstum.

Der Zyklus hat sich von der US-Technologie und KI ausgeweitet auf Investitionen in Energie, Infrastruktur und Verteidigung. Viele Länder wollen strategische Resilienz aufbauen. Dies stärkt die Nachfrage, die Industrie und die Unternehmensgewinne. Die ungewisse US-Politik, Zölle und der Nahostkonflikt könnten für weitere Volatilität sorgen. Aber sie werden das Wachstum kaum gefährden.

Die US-Wirtschaft bleibt robust. Die Verbraucher geben trotz tieferen Realeinkommen weiter Geld aus. Die Investitionen sind hoch, und der Arbeitsmarkt bleibt stabil. Bisher erzeugt das US-Wachstum aufgrund verbesserter Produktivität keine Inflation. Die Kerninflation sinkt. Das Zollniveau bleibt praktisch gleich, auch wenn sich der rechtliche Rahmen geändert hat.

Die amerikanische Notenbank Fed hat darum keinen Grund, die Zinsen anzuheben. Es könnte zwar länger dauern, bis die Teuerung den Zielwert erreicht. Wir schliessen auch eine oder zwei Zinserhöhungen nicht aus. Das würde aber am Ausblick für das Wachstum und die Inflation kaum etwas ändern.

Auch in anderen Regionen bleibt das Umfeld konstruktiv. In Europa hat sich das Wachstum trotz Nahostkonflikt und höheren Ölpreisen behauptet. Zugleich gibt es Sorgen, dass die Energiekosten den Preisdruck anheizen. Daher dürfte die Europäische Zentralbank im September eine weitere und wohl letzte Zinserhöhung vornehmen.

Ein kräftiger Ausgabenzyklus fördert das globale Wachstum

In Japan sprechen ein robustes Wachstum, die Staatsausgaben und die Inflationserwartungen für weitere Zinserhöhungen.

In China ist die Binnennachfrage kraftlos, und die Behörden wollen geplante Ausgaben früher tätigen. Doch die Güterexporte sind höher als angenommen, und die Wirtschaft profitiert auch vom globalen Rennen um KI-Dominanz.

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Im kommenden Jahr wird der Rückenwind in einigen Bereichen nachlassen: weniger Support von der Geldpolitik, weniger Fiskalimpulse in den USA, wenn die Zwischenwahlen wie von uns angenommen zu einem geteilten Kongress führen. In Europa nehmen die politischen Risiken zu. Aber die Grundlagen für das globale Wachstum bleiben intakt, und die Rezessionsrisiken sind begrenzt.

Dieses Jahr fehlt es nicht an Herausforderungen. Konflikte, die unsichere US-Politik, eine von KI geprägte Weltwirtschaft und der KI-Wettlauf zwischen den USA und China: Die Märkte mussten schon viel absorbieren. Trotzdem bleiben sie resistent.

Dabei hilft ihnen der Investitionszyklus. Er ist einer der stärksten in der modernen Geschichte. Die Unternehmensgewinne wachsen, was zu Chancen über Märkte und Sektoren hinweg führt. Wir sind auch in turbulenten Phasen investiert geblieben.

Wir gehen mit einer risikofreundlichen Haltung in die letzten Monate des Jahres

Wir gehen mit einer risikofreundlichen Haltung in die letzten Monate des Jahres. Die Finanzierungsbedingungen bleiben günstig, und das Risiko für Fed-Zinserhöhungen ist gering. Die Marktperformance dürfte sich verbreitern. Der solide Gewinnausblick untermauert unsere Übergewichtung in Aktien aus Industrieländern und aus Schwellenländern.

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Die Renditen von Staatsanleihen sind dieses Jahr gestiegen. Die langfristigen Renditen reflektieren einen soliden Wachstumsausblick, aber auch Sorgen über Staatshaushalt, Inflation und Politik. Daher beurteilen wir Staats- und Unternehmensanleihen neutral. Die Erträge von Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern bleiben attraktiv. Hier sind wir übergewichtet.

Die Märkte erwarten eine restriktivere Geldpolitik, aber ein resilientes Wachstum. Dieses Umfeld unterstützt höher verzinste Währungen – zum Beispiel aus Schwellenländern – gegenüber Niedrigzinswährungen – wie dem Euro und dem Schweizer Franken. Den Dollar beurteilen wir weiter neutral.

Die Geopolitik, die unsichere Fed-Geldpolitik und Stimmungswechsel gegenüber KI können Volatilität auslösen. Politische Risiken und wirtschaftliche Veränderungen schlagen höhere Wellen. Von den Anlegern ist Disziplin und Wachsamkeit gefragt.

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende.

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