COP26 und Lombard Odier: Das Ziel heisst Netto-Null

Im November findet in Glasgow die 26. jährliche UN-Klimaschutzkonferenz statt, bekannt als COP26. Lombard Odier ist hier Organisatorin der „Zero-Hour-Sessions“. Diese Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit der Kraft der Natur und der Bedeutung der Politik. Und zudem mit der Frage, wie Unternehmen und Branchen sich dekarbonisieren müssen, um Netto-Null zu erreichen.

In den letzten Jahren konzentrierte sich COP auf das Pariser Abkommen aus dem Jahr 2015. Hierin verpflichteten sich die teilnehmenden Nationen, die globale Erwärmung auf unter 2 °C (Ziel: 1,5 °C) zu begrenzen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und die notwendigen Anstrengungen zu finanzieren.

In den letzten Jahren konzentrierte sich COP auf das Pariser Abkommen aus dem Jahr 2015. Hierin verpflichteten sich die teilnehmenden Nationen, die globale Erwärmung auf unter 2 °C (Ziel: 1,5 °C) zu begrenzen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und die notwendigen Anstrengungen zu finanzieren

Die Länder vereinbarten zudem, fünf Jahre später bei COP26 überarbeitete Ziele sowie aktualisierte Pläne für die Zielerreichung vorzulegen.

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Zunehmende Dringlichkeit – und einzigartige Chance.

COP26 konnte im Jahr 2020 nicht stattfinden, wie wir wissen. Aber auch wenn Covid-19 Millionen Menschenleben forderte und die Weltwirtschaft lahmlegte – ein Phänomen blieb weitgehend immun gegen die Folgen einer globalen Pandemie: der Klimawandel.

Trotz des zeitweiligen Rückgangs der Emissionen infolge der Lockdowns und Reisebeschränkungen sind wir jetzt fast wieder in der alten Normalität angelangt: Die Gesamtemissionen steigen und steigen. Gleichzeitig bekommen wir die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände nehmen weltweit zu.

Wir schätzen, dass die Netto-Null-Verpflichtungen jetzt fast 80% des globalen BIP abdecken

Aber es besteht Hoffnung – trotz der pandemiebedingten Turbulenzen und der Tatsache, dass wir immer noch nicht genug tun, um der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens näher zu kommen. Wir schätzen, dass die Netto-Null-Verpflichtungen jetzt fast 80% des globalen BIP abdecken. Mittlerweile ist in den meisten Ländern kohlenstofffreie Energie billiger als fossile Brennstoffe. Grüne Technologien wie Elektroautos entwickeln sich sehr schnell weiter. Zudem setzt weltweit ein Aufschwung nach der Pandemie ein: Hier liegt eine einmalige Chance, diese Trends durch eine grünere Gestaltung der Erholung zu beschleunigen.

Jetzt – mit einem Jahr Verspätung – muss COP26 diese Chance nutzen.

Mittlerweile ist in den meisten Ländern kohlenstofffreie Energie billiger als fossile Brennstoffe. Grüne Technologien wie Elektroautos entwickeln sich sehr schnell weiter

Die vier Hauptziele von COP26.

1. Netto-Null bis zur Mitte dieses Jahrhunderts weltweit sicherstellen 

Bei COP26 wird von den Ländern die Vorlage ehrgeizigerer Ziele zur Emissionssenkung bis 2030 erwartet, sodass sie Netto-Null bis 2050 doch noch erreichen können. Hoffentlich legen sie zugleich auch genauere Roadmaps vor, aus denen hervorgeht, wie die Regierungen dies realisieren wollen.

2. Anpassung zum Schutz von Gemeinschaften und natürlichen Lebensräumen

Immer häufiger kommt es zu verheerenden Unwettern. COP26 soll die Länder ermutigen, mehr für ihre Widerstandsfähigkeit zu tun. Insbesondere der Natur wird zunehmend eine zentrale Rolle beim Übergang zu Netto-Null zuerkannt. Investitionen in naturbasierte Lösungen sowie die Entwicklung glaubwürdigerer und transparenterer CO2-Ausgleichszertifikate stehen ganz oben auf der Agenda.

3. Mobilisierung von Finanzmitteln

Um die beiden ersten Ziele von COP26 zu erreichen, müssen die Industrieländer ihre Zusagen einhalten. Damit setzen sie mindestens USD 100 Mrd. pro Jahr für die Klimafinanzierung frei, um die Entwicklungsländer zu unterstützen. Allerdings ist dies gerade einmal die Spitze des Eisbergs bei den insgesamt erforderlichen Investitionen. Die IEA etwa schätzt, dass bis 2030 rund USD 5 Bio. jährlich allein in das Energiesystem investiert werden müssen.

4. Gemeinsam die Ziele erreichen

COP26 soll das Pariser Regelwerk (Umsetzungsregeln für das Pariser Abkommen) bestätigen und die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern. Diese Zusammenarbeit benötigen wir, um Netto-Null zu erreichen. Die CO2-Preise sind ein mögliches Mittel, mit dem die Regierungen entscheidende Massnahmen steuern können; das Potenzial künftiger Spannungen erheblich reduzieren würde die Einbindung der Kohlenstoffmärkte.

COP26 etwa bietet die Chance, fairere Preise für die Nutzung natürlicher Ressourcen zu diskutieren. Ebenso können wir die Entwicklung natürlicher Klimalösungen fördern, die unsere verbleibenden CO2-Emissionen in einer Netto-Null-Welt einschliessen 

Finanzierung der Netto-Null-Wirtschaft.

Als Anleger sehen wir es als unsere treuhänderische Pflicht an, das klimabezogene finanzielle Risiko in den Portfolios unserer Kunden zu reduzieren. Dies tun wir, indem wir im Sinne des Netto-Null-Konzepts investieren. Daher ist für Lombard Odier das dritte Ziel von COP26 im Zusammenhang mit der Mobilisierung von Finanzmitteln besonders wichtig. Aus diesem Grund möchten wir die Gelegenheit nutzen, beim Gipfel mit unseren Zero-Hour-Sessions produktive Gespräche und Massnahmen zu fördern.

Insbesondere sollten wir während COP26 Möglichkeiten besprechen, wie wir den Auf- und Ausbau der Ressourcen und Kenntnisse beschleunigen, die Finanzinstitute für einen umfangreichen Kapitaleinsatz in der Realwirtschaft mit Netto-Null-Konzept benötigen. Derzeit umfassen die herkömmlichen ESG-Kriterien nur historische Angaben zum aktuellen CO2-Fussabdruck. Was wir hingegen wirklich verstehen müssen, ist, was zur Bekämpfung dieser Probleme getan werden muss.

Daher sind CO2-Bilanzen, die EU-Taxonomie, Klima-Benchmarks oder ESG-Daten schlicht nicht genug. Wir müssen uns vielmehr auf zukunftsgerichtetere Ansätze konzentrieren: Mit diesen unterscheiden wir Vorreiter und Nachzügler des Klimawandels voneinander. Zudem ermöglichen uns diese die Beurteilung von Auswirkungen klimabezogener Finanzrisiken auf die Bewertung von Unternehmen.

Insbesondere sollten wir während COP26 Möglichkeiten besprechen, wie wir den Auf- und Ausbau der Ressourcen und Kenntnisse beschleunigen, die Finanzinstitute für einen umfangreichen Kapitaleinsatz in der Realwirtschaft mit Netto-Null-Konzept benötigen

Wir bei Lombard Odier haben dafür schon sehr früh sogenannte ITR-Kennzahlen (Implied Temperature Rise – Temperaturausrichtung) entwickelt. Diese helfen uns bei der Beurteilung, wie schnell sich einzelne Branchen dekarbonisieren müssen und welche Unternehmen dies auch erreichen. Mit diesen Kennzahlen bewerten wir, ob ein sich schnell dekarbonisierendes Unternehmen wirklich auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ausgerichtet ist – oder ob es zur höheren globalen Erwärmung beiträgt, wie langsamer oder gar nicht agierende Unternehmen. Dies wiederum ermöglicht uns die Beurteilung des wahrscheinlichen Cashflow-Verlaufs und der Bewertungen. So können wir Kapital in der Weltwirtschaft in grossem Umfang unbefangen einsetzen – und zwar mit klarem Fokus auf das tatsächliche Klimarisiko eines Unternehmens.

Wir nennen das den Climate Value Impact (CVI). Um einen solchen Ansatz zu verwirklichen, müssen wir Netto-Null-Kapital mobilisieren – im erforderlichen Umfang und mit der nötigen Geschwindigkeit. Und dafür benötigen wir ein gemeinsames Sektor-Rahmenwerk.

Wir sind stolz darauf, Teil der Delegation zu sein und bei COP26 produktive Gespräche darüber zu führen, wie wir den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beschleunigen.

Wo wir sind.

Unsere Wurzeln liegen in der Schweiz, unsere Perspektive und Vision sind international. Mit über 25 Geschäftsstellen weltweit sind wir für unsere Kunden auf der ganzen Welt aktiv. Dieses Leistungsversprechen entspricht den Bedürfnissen unserer internationalen Kundschaft.

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