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Solide Gewinne und differenziertere Haltung gegenüber KI
Corinne Maillet de Boursetty
Senior Equity Strategist
Patrick Kellenberger
Emerging Market Equities Strategist
Kernpunkte.
US-Unternehmen weisen ein starkes Gewinnwachstum und eine solide Rentabilität aus. Doch da die Bewertungen erhöht sind, gehen die Anleger selektiver vor
Die US-Aktienmarktperformance weitet sich von der Technologie auf Sektoren wie Industrie, Grundstoffe und Versorger aus. Bei Technologiefirmen achten Anleger auf Belege für KI-basierte Wertschöpfung
Das Gewinnwachstum in Europa ist schwach, während es in Japan die Erwartungen übertrifft. In den Schwellenländern profitieren die Gewinne von makroökonomischer Unterstützung, KI und der Nachfrage nach Edelmetallen
Wir beurteilen globale Aktien weiterhin konstruktiv und bevorzugen Schwellenländer gegenüber Industrieländern. Wir favorisieren Versorger, Grundstoffe und das Gesundheitswesen.
Ein weiteres herausragendes Berichtsquartal ist im Gange. Angesichts einer Rekordserie von fünf Quartalen mit zweistelligem Gewinnwachstum hat der S&P 500 neue Hochs markiert. Treiber sind vor allem KI-bezogene Investitionen, wobei sich eine Ausweitung auf den Finanz- und Industriesektor abzeichnet. Doch bei so viel Optimismus, der in den Kursen eingepreist ist, haben sich die Märkte als turbulent erwiesen. Die Anlegerinnen und Anleger beurteilen die Ergebnisse zunehmend danach, ob die Ausgaben auch tatsächlich zu Erträgen führen.
Die Berichtssaison für das vierte Quartal treibt die Gewinnmargen in neue Höhen. Fast 60% der S&P-Unternehmen haben die Ergebnisse ausgewiesen. Das Gewinnwachstum liegt im Jahresvergleich bei rund 13% und damit etwa 8% über den Konsensprognosen. Die Nettogewinnmargen sind auf 13,2% geklettert – den höchsten Stand seit 2009, als FactSet die Daten zu erheben begann. Die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf Sicht von zwölf Monaten sind deutlich über ihre langfristigen Durchschnittswerte gestiegen.
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Doch trotz weiterhin überwiegend konstruktiver Unternehmensprognosen hat sich das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag verschoben. Die Marktreaktionen auf die Ergebnisse des vierten Quartals fallen differenzierter aus, sowohl zwischen als auch innerhalb der Sektoren. Ein selektiverer Markt belohnt Unternehmen, die hohe Investitionen in höhere Umsätze und Margen umwandeln, und bestraft jene, die ihre Ausgaben erhöhen, ohne dass eine KI-basierte Wertschöpfung erkennbar ist. Diese veränderte Tonlage zeigt sich besonders bei Hyperscalern sowie Software- und Datenanbietern. Trotz solider Ergebnisse von sechs der „Magnificent Seven“-Unternehmen, die ihre Gewinne ausgewiesen haben, reagierte der Markt recht negativ. Gründe dafür waren ein langsameres Wachstum und Margensorgen für 2026.
Der jüngste Ausverkauf im Softwaresektor wirkt wie eine Kurzschlussreaktion
Der jüngste Ausverkauf im Softwaresektor wirkt wie eine Kurzschlussreaktion. Befürchtungen, dass KI-Agenten traditionelle Softwarelösungen ersetzen werden, halten wir für übertrieben. Zwar sinken die Markteintrittsbarrieren, doch etablierte Unternehmen verfügen weiterhin über einen Vorsprung bezüglich Kundendaten und führen bereits eigene agentenbasierte Dienste ein. Zudem erwarten wir, dass die für KI-Funktionen benötigte Rechenleistung ein anhaltendes Wachstum über die Cloud-Plattformen hinweg bewirkt.
Während Technologie der Haupttreiber des Gewinnwachstums bleibt, weitet sich die Marktperformance auf die Sektoren Industrie, Grundstoffe und Versorger aus. Infrastrukturinvestitionen, Elektrifizierung und der wachsende Strombedarf für Rechenzentren tragen zum Gewinnwachstum bei. Ein stabileres makroökonomisches Umfeld und die Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungen in den USA liefern zusätzliche Impulse. Wir sehen zudem, dass ein robustes Kreditwachstum und solide Nettozinserträge den Finanzunternehmen zugutekommen, ebenso wie steigende Kapitalmarktaktivitäten. Dies zeigt, dass das Wachstum stark auf KI basiert, aber nicht ausschliesslich. Da sich die US-Wirtschaft zunehmend in wohlhabende und einkommensschwächere Verbraucher spaltet, geraten die Gewinne von Nicht-Basiskonsumgütertiteln unter Druck. Der Gesundheitssektor meldet bislang stagnierende Gewinne, bedingt durch stärkere Konkurrenz von Generika und sinkende Preise. Doch die Produktpipeline und der Ausblick bleiben solide.
In Europa zeigt sich ein verhalteneres Bild der Gewinne. Fast 25% der Unternehmen haben bisher die Ergebnisse präsentiert. Das kombinierte Gewinnwachstum aus bereits gemeldeten und erwarteten Zahlen beträgt knapp 5%. Die Unternehmen kämpfen mit den Folgen eines starken Euro und einer unsteten Nachfrage. Finanz- und Industrieunternehmen bleiben die Haupttreiber der Gewinnzuwächse, und ihr Ausblick verbessert sich. Der Versorgersektor profitiert von einer höheren Stromnachfrage und politischer Unterstützung. Die Gewinne in den Sektoren Gesundheitswesen und Energie entsprechen weitgehend den Erwartungen, und die Prognosen sind insgesamt konstruktiver. Basis- und Nicht-Basiskonsumgüter bleiben schwach, und der Ausblick für den Automobilsektor ist vorsichtig. Den Luxusunternehmen hingegen kommen bessere Bedingungen in den USA und China zugute.
Die Marktreaktionen waren insgesamt konstruktiv. Allerdings bestraft der Markt Unternehmen mit enttäuschenden Ergebnissen stärker, als er Firmen mit über Erwarten guten Resultaten belohnt. Europa fehlen die KI-basierten Wachstumsmotoren, die den US-Markt antreiben, doch die Anleger konzentrieren sich auf die zyklische Gewinnerholung. Wir erwarten, dass das Gewinnwachstum von –3,5% im Jahr 2025 auf 9% im Jahr 2026 steigt, was etwas unter den Konsensschätzungen liegt.
Europa fehlen die KI-basierten Wachstumsmotoren, die den US-Markt antreiben, doch die Anleger konzentrieren sich auf die zyklische Gewinnerholung
Die Schweizer Berichtssaison widerspiegelt bessere Erwartungen für das Wirtschaftswachstum, eine robuste Industrieperformance, vor allem in der Elektrifizierung und Automatisierung, widerstandsfähige Finanzwerte und ein durchwachsenes Bild im Gesundheitssektor. Fast 40% der Unternehmen haben die Zahlen vorgelegt. Das kombinierte Gewinnwachstum liegt derzeit bei 2,5% und damit unter den Konsenserwartungen, was hauptsächlich auf dem starken Schweizer Franken beruht. Auch wenn robuste Dividendenrenditen und das Nullzinsumfeld Unterstützung bieten, sehen wir im Schweizer Markt nur begrenztes Aufwärtspotenzial.
Japan übertrifft Erwartungen
In Japan haben rund 60% der Unternehmen im MSCI Index weitgehend stabile Gewinne für das dritte Quartal ausgewiesen. Die Erwartungen wurden übertroffen, da der schwache Yen den Exportunternehmen zugutekommt. Der Technologiesektor, darunter KI und Halbleiter, sowie Finanz- und Gesundheitsunternehmen übertrafen die Schätzungen ebenfalls, während der Konsumsektor wegen der höheren Inflation unter Druck bleibt. Die Gewinne werden aufgrund erwarteter Fiskalimpulse und Unternehmensreformen weiter nach oben revidiert. Nach dem Erdrutschsieg der Regierungspartei am 8. Februar sehen wir weiteres Aufwärtspotenzial für japanische Aktien. Die positive Gewinndynamik wird sich dank Unternehmensreformen, Fiskalimpulsen und zyklischer Unterstützung wieder beschleunigen.
Gewinnkraft in Schwellenländern
Vor diesem Hintergrund bieten die Schwellenländer weiterhin eine interessantere Kombination aus Bewertung und Gewinndynamik als die Industrieländer. Ein schwächerer US-Dollar sorgt für Unterstützung, doch noch stärker ist das fundamentale Bild: Die Emerging Markets erzielen in diesem Quartal ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 16% und übertreffen damit die durchschnittlich 8% der Industrieländer. Diese Stärke dürfte anhalten.
Trotz starker Zuflüsse bleiben globale Anleger in den Schwellenländern strukturell untergewichtet
Einige Schwellenländer stechen hervor. Der südkoreanische Aktienindex hat in den letzten vier Wochen Aufwärtskorrekturen der Gewinne von rund 30% verzeichnet. Triebfeder war die starke Nachfrage nach Speicherchips – ein Trend, der sich kaum vor 2027 umkehren wird. In Taiwan zeugt die Logikchip-Industrie angesichts langfristiger Lieferverträge von einer ähnlich robusten Entwicklung.
In Südafrika beruhen die Gewinnzuwächse von über 12% hauptsächlich auf der Nachfrage nach Edelmetallen. Chinas Aktienmarkt scheint sich nach zwei Quartalen ohne Wachstum zu stabilisieren, wobei der Margendruck nachlässt. Indien sah sich im vierten Quartal mit Herausforderungen konfrontiert. Erhöhte US-Zölle begrenzten die Fähigkeit der Unternehmen, das Gewinnwachstum über das Niveau von 7% hinaus zu steigern. Doch die jüngst gesenkten Handelsbarrieren werden die Stimmung heben und das Wachstum in den kommenden Quartalen beschleunigen.
Wesentlich ist zudem, dass globale Anleger trotz starker Zuflüsse in den Schwellenländern strukturell untergewichtet bleiben. Die Bewertungen – rund das Achtfache der Gewinne in Südkorea und das Zwölffache in China – bleiben im Vergleich zu den Industrieländern attraktiv. Die Gesamtrenditeerwartungen sind weiterhin stärker im Gewinnwachstum als in den Bewertungen verankert.
Diversifizierung bleibt entscheidend
Insgesamt untermauern das makroökonomische Umfeld und solide Fundamentaldaten unsere konstruktive Einschätzung globaler Aktien. Dies gilt trotz der jüngsten Konsolidierung, deren Auslöser die Angst vor einer KI-bedingten Disruption und geopolitische Risiken waren.
Wir bevorzugen weiterhin die Schwellenländer gegenüber den Industrieländern
Wir bevorzugen weiterhin die Schwellenländer gegenüber den Industrieländern. Nach einer starken Performance und angesichts höher Bewertungen in den USA sowie im Technologiesektor bleibt die Diversifizierung in Regionen mit besserem Wertpotenzial und einem sich aufhellenden Gewinnausblick zentral. Wir bleiben in Aktien der Industrieländer neutral positioniert. Unsere bevorzugten Sektoren sind nach wie vor das Gesundheitswesen, Grundstoffe und Versorger, während wir Basiskonsumgüter weiterhin meiden. Nach der jüngsten Konsolidierung sehen wir ausserdem attraktive Chancen bei erstklassigen Wachstumstiteln aus dem Technologiesektor.
Des Weiteren halten wir an der Präferenz für kleine und mittelgrosse Unternehmen fest. Diese dürften dank einer stärkeren zyklischen Gewinnerholung und einer gelockerten Geldpolitik globale Aktien von Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung übertreffen.
CIO Office Viewpoint
Solide Gewinne und differenziertere Haltung gegenüber KI
Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende.
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