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Die beiden Hindernisse für das globale Wachstum – politische Unsicherheit und Zölle – nahmen ihren Ursprung letztes Jahr in den USA. Nun intensivieren sie sich, weil die Regierung Trump Risiken an mehreren Fronten neu definiert.
Die geopolitischen Risiken sind hoch. Die Intervention der USA in Venezuela und die Spannungen wegen Grönland deuten auf ein verstärktes Denken in Einflusssphären hin. Auch die Handelsrisiken sind bedeutend. Das Urteil des US Supreme Court über die Rechtmässigkeit von Importzöllen lässt noch auf sich warten. Zudem steht die US-Notenbank Fed im Kreuzfeuer.
Was bedeutet das alles für die Weltwirtschaft? Die Geopolitik beeinflusst die Wirtschaftsaktivität und die Märkte selten – es sei denn, die Energiemärkte oder die Lieferketten werden gestört. Sollte der US Supreme Court einige Zölle für unzulässig erklären, wird die Regierung Trump andere Wege für ihre Einführung finden. Die politische Einflussnahme auf die Fed ist begrenzt, da ein zwölfköpfiger Ausschuss die US-Geldpolitik nach dem Mehrheitsprinzip festlegt. Dieser wird seine Glaubwürdigkeit unabhängig davon wahren, wer der nächste Vorsitzende ist.
Das globale Wachstum kann trotz Unsicherheit anhalten
Folglich kann das globale Wachstum trotz Unsicherheit anhalten – im Wesentlichen dank einer wachstumsfördernden Geld- und Fiskalpolitik.
In den USA stützen wohlhabende Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmens- und KI-Investitionen die Wirtschaft. Anfälligkeiten bestehen bei einkommensschwächeren Haushalten und Kleinunternehmen, die empfindlich auf Zölle reagieren. Der Arbeitsmarkt kühlt sich ab, doch wir sehen weder Anzeichen für eine Rezession noch für eine Konjunkturbelebung. Das Wachstum dürfte dieses Jahr etwas unter dem Potenzial bleiben.
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Aus unserer Sicht besteht kein akuter Bedarf für weitere Zinssenkungen. Die Zölle sorgen weiterhin dafür, dass die US-Inflation über dem Zielwert bleibt, während sie in anderen Ländern sinkt. Die Fed dürfte die Leitzinsen bis Mitte Jahr unverändert lassen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sie die Zinssenkungen wieder aufnehmen, um den Arbeitsmarkt zu stützen.
Der Ausblick für Europa ist aktuell stabil, wenngleich die transatlantischen Beziehungen angespannt sind. Wir rechnen mit einem Wachstum von etwa 1,1% in der Region. Die Europäische Zentralbank dürfte die Zinsen gegenüber dem heutigen Niveau unverändert lassen.
In China sind die Exporte robust, aber die Binnennachfrage bleibt schwach. Insgesamt dürfte die chinesische Wirtschaft dank weiterer fiskalpolitischer Impulse dieses Jahr um 4,3% wachsen, was den offiziellen Zielwerten entspricht.
Wie wirkt sich dieses makroökonomische Bild auf unsere Portfoliopositionierung aus?
Trotz aller Unsicherheit war 2025 ein starkes Jahr für die Märkte mit einer Rally „überall ausser beim US-Dollar“. Wir leben aber in einer neuen Weltordnung, und die Anlagechancen verändern sich.
Wir beginnen das Jahr 2026 mit einer moderat risikoorientierten Positionierung
Wir beginnen das Jahr 2026 mit einer moderat risikoorientierten Positionierung. Während das Wachstum im Jahresverlauf nachlassen dürfte, bietet die stärkere Dynamik Ende 2025 ein grösseres Polster. Anhaltend starke Fundamentaldaten stützen die Märkte, da die Unternehmensgewinne nach wie vor wachsen. Dadurch kann sich die Aktienmarktperformance ausweiten. Die Geld- und die Fiskalpolitik bieten Unterstützung, und die Marktstimmung kann sich verbessern. Wir bleiben wachsam, weil die Aktienbewertungen in einigen Regionen und Sektoren angespannt sind. Die geringe Volatilität macht die Märkte anfälliger für Schocks.
Diversifizierung ist entscheidend. Wir bleiben in globalen Aktien übergewichtet. Dabei bevorzugen wir die Schwellenländer, weil sie mehr Gewinnwachstum zu angemesseneren Kursen bieten. In den Industrieländern bleiben die Bewertungen von US-Aktien hoch. Zudem erkennen wir bessere Aussichten für Schweizer Aktien. Da sich die Performance über den US-Technologiesektor hinaus ausweitet, setzen wir auf einen Mix aus defensiven und zyklischen Sektoren. Dazu zählen Grundstoffe, Versorger und das Gesundheitswesen. Sie profitieren auch von KI-Investitionen und anderen langfristigen Trends.
Im Anleihenbereich bleiben wir insgesamt neutral eingestellt. Wegen ihrer attraktiven Renditen bevorzugen wir weiter Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern. Ausserdem favorisieren wir britische Staatsanleihen aufgrund der Kombination aus Erträgen und Kapitalgewinnen.
Gold spielt mehr denn je eine tragende Rolle. Trotz seiner hervorragenden Performance im Jahr 2025 bleibt es die attraktivste Portfolioabsicherung gegen Markt- und geopolitische Risiken. Private Kapitalzuflüsse und die Diversifizierung durch Notenbanken halten die Dynamik aufrecht.
Beim US-Dollar sprechen die Aussicht auf eine weitere Lockerung durch die Fed und die Unsicherheit über die US-Politik für eine anhaltende Schwäche und ein geringeres Engagement.
Der Auftakt ins Jahr 2026 war turbulent. Die Welt spaltet sich weiter in rivalisierende Blöcke, wodurch die Marktvolatilität zunimmt. Diese Realität wird sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Sie dürfte sich intensivieren, wenn die US-Zwischenwahlen näher rücken und die politische Agenda der Regierung Trump weiter für Instabilität sorgt.
Eine wichtige Lehre aus dem Jahr 2025 lautet, trotz Störgeräuschen investiert zu bleiben. Das Wirtschaftswachstum hält an, die Unternehmen entwickeln sich solide, politische Ausgleichsmassnahmen sind vorhanden, und der Privatsektor ist robust.
Wichtige Hinweise.
Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende.
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