In einer heisseren, risikoreicheren Welt zählt die Natur zur kritischen wirtschaftlichen Infrastruktur

In einer heisseren, risikoreicheren Welt zählt die Natur zur kritischen wirtschaftlichen Infrastruktur

Kernpunkte.

  • Intakte Ökosysteme erfüllen heute die Funktion einer wirtschaftlichen Infrastruktur, regulieren den Wasserhaushalt und speichern CO2. Geschädigte Landschaften werden dagegen zu einer finanziellen Bürde für Anlegerinnen und Anleger sowie für Versicherer
  • Naturverlust ist inzwischen ein messbares finanzielles Risiko. Die Versicherungsschäden durch Naturkatastrophen und Waldbrände summierten sich im Jahr 2025 weltweit auf USD 107 Mrd. Dies verdeutlicht, wie hoch die Kosten geschädigter Ökosysteme sind
  • Das Risiko von Waldbränden steigt, lange bevor sie ausbrechen. Degradierte Böden und Wälder sowie eine beeinträchtigte Biodiversität machen Landschaften leichter entflammbar. Die Gesundheit von Ökosystemen wird daher zu einem wesentlichen Aspekt für Anlegerinnen und Anleger sowie für Versicherer
  • Um die Lücke von USD 7 Bio. in der Naturfinanzierung zu schliessen, ist privates Kapital erforderlich. Regenerative Land- und Forstwirtschaft sowie Märkte für Naturkapital bieten Anlagemöglichkeiten mit Schwerpunkt auf Resilienz.

Lange Zeit – beinahe das gesamte letzte Jahrhundert – betrachtete die Weltwirtschaft die Natur als unerschöpfliche Ressource, die sie abbauen, umwandeln, verbrauchen und zu Geld machen konnte. Ihr Wert erschien in den Bilanzen, wenn aus Wäldern Nutzholz, aus Böden Ernteerträge und aus Grund und Boden Immobilien wurden. Die Kosten von Umweltschäden – ausgelaugte Böden, Biodiversitätsverlust, geschwächte Ökosysteme – wurden zumeist als Externalitäten angesehen.

Diese Ära geht nun zu Ende.

In einer Welt der Temperaturrekorde, extremen Waldbrände und immer weiter steigenden Versicherungsschäden werden diese externen Effekte zu finanziellen Risiken. Die Frage aus Anlegersicht lautet nicht mehr, ob die Natur einen Wert hat, sondern ob Volkswirtschaften und Portfolios es sich leisten können, diesen zu ignorieren. Die Klimavolatilität offenbart die wirtschaftlichen Folgen geschädigter Landschaften: fragile Ernährungssysteme, gefährdete Infrastruktur, höhere Versicherungsprämien, teurere Katastrophenhilfe und angespannte Lieferketten.

Nach Schätzungen von PwC sind 55% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, also rund USD 58 Bio., mehr oder weniger stark von der Natur abhängig. Dies verdeutlicht, wie sehr die Wirtschaftstätigkeit auf Ökosystemleistungen angewiesen ist. Je mehr diese Leistungen zurückgehen, desto weniger ist die Wirtschaft in der Lage, Schocks abzufedern.1

Die Frage aus Anlegersicht lautet nicht mehr, ob die Natur einen Wert hat, sondern ob Volkswirtschaften und Portfolios es sich leisten können, diesen zu ignorieren

Wenn aus Naturrisiken finanzielle Risiken werden

Klima- und Naturrisiken sind Realitäten von heute. Nach dem heissesten Juni in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen hat der Sommer 2026 bereits rekordhohe Hitzewellen und einige der grössten je verzeichneten Waldbrände mit sich gebracht.2 Extreme Hitze belastet die Gesundheit, die Produktivität und die Landwirtschaft. Trockenheit und Hochwasser beeinträchtigen die Rohstoffmärkte. Waldbrände verursachen Schäden an der Infrastruktur, Häusern, Unternehmen und Bilanzen.

Doch hierbei geht es nicht allein um das Klima. Es geht auch um die Natur – und zunehmend um finanzielle Aspekte.

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Der Internationale Währungsfonds betrachtet den Klimawandel mittlerweile als Risiko für die makroökonomische und finanzielle Stabilität. Seine Analysen zu naturbezogenen Finanzrisiken machen deutlich, dass Volkswirtschaften in natürliche Systeme eingebettet und von diesen abhängig sind. Werden diese Systeme schwächer, breiten sich Klimaschocks über Landschaften, Lieferketten und Infrastrukturen aus. Die Schädigung der Ökosysteme wird so zu einem massiven Risikomultiplikator.3

Eine heissere Welt lässt die Böden und die Vegetation austrocknen. Trockenere Böden können weniger Wasser speichern, geschwächte Wälder werden anfälliger für Schädlinge, Krankheiten und Brände, und der Biodiversitätsverlust schadet der Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme. Das Ergebnis sind Landschaften, die Schocks weniger gut verkraften und mehr Risiken weitergeben. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies, dass sie die Natur aus einer anderen Perspektive betrachten sollten. Intakte Ökosysteme sind produktive Vermögenswerte. Sie regulieren den Wasserhaushalt, speichern CO2, dienen als Grundpfeiler der Ernährungssysteme, schützen die Infrastruktur und mindern die Anfälligkeit gegenüber Katastrophen. Wenn sich ihr Zustand verschlechtert, schlägt dies unmittelbar negativ zu Buche.

Der Preis der Untätigkeit ist klar erkennbar. Schäden durch Naturkatastrophen hat die Weltwirtschaft inzwischen immer wieder zu beklagen, und wetterbedingte Ereignisse waren in den letzten Jahren für den Grossteil der Versicherungsschäden verantwortlich. Schätzungen des Swiss Re Institute unterstreichen die ausufernden finanziellen Folgen von Naturkatastrophen und Waldbränden. Demnach beliefen sich die weltweiten Versicherungsschäden im Jahr 2025 auf etwa USD 107 Mrd.4

Zudem besteht weiterhin eine erhebliche Absicherungslücke. Private Haushalte, Unternehmen und Regierungen sowie Anlegerinnen und Anleger müssen daher einen Grossteil der wirtschaftlichen Kosten selbst tragen. Die Kosten von Bränden, Hochwasser, Trockenheit und Ernteausfällen steigen, während die Verfügbarkeit von Versicherungen abnimmt. Investitionen in gesündere Böden, Wälder und Wassereinzugsgebiete gelten deshalb immer weniger als Ausgaben für den Umweltschutz und zunehmend als Investitionen in eine auf Resilienz ausgerichtete Infrastruktur.

Warum die Waldbrandgefahr lange vor dem ersten Funken beginnt

Die Rekordwaldbrände, die diesen Sommer in Frankreich und Spanien wüteten, sind eine Mahnung, dass die Waldbrandgefahr lange vor dem ersten Funken beginnt. Die aussergewöhnliche Hitze über Monate hinweg, die anhaltende Trockenheit und die ausgedörrte Vegetation schufen günstige Bedingungen für die rasante Ausbreitung der Waldbrände. Sie zwangen die Behörden zu Massenevakuierungen und führten zu weitreichenden Störungen des Wirtschaftsgeschehens.5

Waldbrände gelten häufig als akute Notfälle: ein Funke, eine Hitzewelle, drehender Wind, ein Feuerwehreinsatz. Doch die nächste Waldbrandsaison beginnt wesentlich früher direkt unter unseren Füssen – mit dem Zustand der Böden, Wälder und Ökosysteme. Hitze und Trockenheit schaffen die Voraussetzungen für Brände. Doch wie schnell sie sich ausbreiten, wie stark sie sind und wie schnell sich das Land wieder erholt, bestimmen die geschädigten Landschaften. Durch Trockenheit oder schlechte Bewirtschaftung geschwächte Wälder brennen leichter, geschädigte Böden speichern weniger Wasser, und der Verlust der Biodiversität schwächt die natürlichen Regenerationssysteme.

Die wirtschaftlichen Folgen wurden im Januar 2025 deutlich sichtbar, als die Waldbrände bei Los Angeles Versicherungsschäden in Höhe von schätzungsweise USD 40 Mrd. verursachten. In den Sigma-Daten von Swiss Re war dies das bislang grösste durch Waldbrände verursachte Schadenereignis.6 Das lag zum Teil daran, dass sich die Flammen durch eine der weltweit wertvollsten Übergangszonen zwischen Natur- und Siedlungsraum frassen.7

Zerstörte Häuser und beschädigte Infrastruktur sind nicht die einzigen Folgen der steigenden Brandgefahr; sie verändert darüber hinaus auch das Versicherungsgeschäft selbst. Versicherer bewerten die physischen Klimarisiken neu. Die Folgen sind steigende Prämien und Einschränkungen des Versicherungsschutzes. Zudem ziehen sich einige Anbieter vollständig aus Hochrisikoregionen zurück. Brandschutz ist nicht mehr nur eine Frage des Katastrophenschutzes, sondern längst auch für die Bereiche Bodenbewirtschaftung, Infrastruktur und Investitionen relevant. Schlecht bewirtschaftete, unter Wasserknappheit leidende Landschaften sind ein Bilanzrisiko, das nur auf einen Funken wartet.

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Waldbrände können auch beträchtliche langfristige Gesundheitskosten verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet die Hitzebelastung als eine der Hauptursachen für wetterbedingte Todesfälle und stellt fest, dass sich Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen dadurch verschlimmern können. Der durch Waldbrände entstehende Rauch kann aus dem Brandgebiet abziehen und die Luftqualität auch noch in einer Entfernung von mehreren hundert Kilometern beeinträchtigen, wie die kanadischen Waldbrände im Juli zeigten. Die Auswirkungen machen sich daher auch weit entfernt von der unmittelbaren Brandzone bemerkbar.8

Natur als wirtschaftliche Infrastruktur

In einer wärmeren, volatileren Welt erfüllen natürliche Systeme Funktionen, die für die wirtschaftliche Resilienz von zentraler Bedeutung sind. Wälder tragen zur Temperaturregulierung bei, speichern CO2 und verringern bei guter Bewirtschaftung die Waldbrandintensität. Wassereinzugsgebiete kommen der Landwirtschaft, der Industrie und den Städten zugute, weil sie die Verfügbarkeit von Wasser verbessern sowie das Dürre- und Hochwasserrisiko mindern. Gesunde Böden verbessern die Produktivität, speichern Wasser und verringern die Erosion. Biodiversität unterstützt die Schädlingsbekämpfung, fördert die Stabilität von Ökosystemen und trägt nach einer Schädigung zur Regeneration bei.

Eine geschädigte Landschaft ist ein Passivposten. Eine regenerative Landschaft ist ein Aktivposten. Dieser Wandel hat erhebliche Auswirkungen auf privates Kapital

Diese Ökosystemleistungen erfüllen die Funktion einer Infrastruktur. Sie schützen Vermögenswerte, unterstützen die Produktion und verringern die Volatilität. Eine geschädigte Landschaft ist ein Passivposten. Eine regenerative Landschaft ist ein Aktivposten. Dieser Wandel hat erhebliche Auswirkungen auf privates Kapital. Boden- und Wasserbewirtschaftung, Forst- und Landwirtschaft sowie Biodiversität einerseits und Risikomanagement sowie langfristige Wertschöpfung andererseits hängen immer stärker zusammen. Für Familien mit operativen Unternehmen, Immobilien, landwirtschaftlichen Vermögenswerten oder diversifizierten Anlageportfolios gewinnt die Natur zunehmend an Relevanz – nicht nur als philanthropisches Projekt, sondern auch als strategisches Finanzthema.

Anlegerinnen und Anleger müssen sich heute andere Fragen stellen als in der Vergangenheit: Wo sind unsere Vermögenswerte Risiken wie Hitze, Trockenheit, Bränden oder Wasserknappheit ausgesetzt? Welche Lieferketten sind von anfälligen Ökosystemen abhängig? Wo könnte Renaturierung das Risiko mindern? Welche natürlichen Systeme könnten das langfristige Wertpotenzial sichern, wenn sie gestärkt werden? Die Antworten auf diese Fragen werden immer stärker Einfluss darauf nehmen, wie Anlegerinnen und Anleger Risiken steuern und Kapital einsetzen.

Resilienz als Anlagethema

Dekarbonisierung bleibt ein zentrales Thema, ist aber alleine nicht mehr ausreichend. Selbst in optimistischen Klimaszenarien werden die physischen Klimarisiken über Jahrzehnte hinweg zunehmen. Anpassung und Resilienz werden daher zu wichtigen Anlagethemen.

Naturbasierte Lösungen spielen bei dieser Chance eine wichtige Rolle. Fünf Bereiche treten dabei in den Vordergrund:

  • Regenerative Landwirtschaft kann die Bodengesundheit, die Wasserrückhaltefähigkeit, die Resilienz gegenüber Trockenheit und die Produktivität verbessern
  • Agroforstwirtschaft kann das Einkommen diversifizieren, die Biodiversität verbessern und Landschaften stabilisieren
  • Klimaorientierte Forstwirtschaft kann Renaturierung, nachhaltige Holzproduktion und die Verringerung des Waldbrandrisikos kombinieren
  • Wiederherstellung von Wassereinzugsgebieten kann die Wassersicherheit für Landwirtschaft, Industrie und Städte verbessern
  • Märkte für Biodiversität und Naturkapital können neue Mechanismen zur Bewertung von Ökosystemleistungen schaffen. Voraussetzung ist, dass sie mit Disziplin, Transparenz und verlässlichen Messungen einhergehen

Auf jeden in den Schutz der Natur investierten US-Dollar kommen etwa USD 30, die in naturschädliche Aktivitäten fliessen

Laut dem Bericht State of Finance for Nature 2026 des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) beliefen sich die naturschädlichen Finanzierungen im Jahr 2023 auf USD 7,3 Bio. Im Vergleich dazu betrugen die Investitionen in naturbasierte Lösungen USD 220 Mrd. Auf jeden in den Naturschutz investierten US-Dollar kommen etwa USD 30, die in naturschädliche Aktivitäten fliessen. Nach UNEP-Schätzungen müssten die jährlichen Investitionen bis 2030 ein Volumen von USD 571 Mrd. erreichen, um die Biodiversitäts-, Klima- und Renaturierungsziele zu verwirklichen.9

Beim Klimagipfel COP30 in Belém einigten sich die Regierungen darauf, die Mittel für die Klimaanpassungsfinanzierung bis 2035 zu verdreifachen. Zudem befürworteten sie Initiativen zur Mobilisierung von Kapital für den Schutz der Wälder und für die Renaturierung.10 Doch öffentliche Mittel allein können die Lücke nicht schliessen. Privates Kapital bleibt unverzichtbar für die Renaturierung, die nachhaltige Forstwirtschaft, die regenerative Landwirtschaft, Daten zur Biodiversität und Ökosystemleistungen.

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Für Anlegerinnen und Anleger liegt genau hier die Chance. Anlagemöglichkeiten bieten sich in den Bereichen Sachwerte, Privatmärkte, nachhaltige Landnutzung und gemischte Finanzierungslösungen. Am attraktivsten dürften jene Ansätze sein, die unterschiedliche Formen von Kapital miteinander kombinieren – von philanthropischen Mitteln, die neue Modelle erproben, bis zu „geduldigem“ und kommerziellem Kapital, das diese skaliert.

Technologie und Natur statt Technologie oder Natur

Technologie spielt dabei eine wichtige Rolle. Künstliche Intelligenz (KI), Satellitenüberwachung, Drohnen, Sensoren und fortschrittliche Analysen verbessern die Möglichkeiten, Risiken zu kartieren, Brände zu erkennen, die Waldgesundheit zu überwachen und Interventionen zu priorisieren. Ein Beispiel ist das von der Earth Fire Alliance geleitete und von Google Research unterstützte Programm FireSat.11 Im Juli 2026 brachte FireSat drei neue einsatzbereite Satelliten ins All, die mittels hochauflösender Infrarotdaten und KI Waldbrände frühzeitig erkennen – noch bevor diese sich ausbreiten.

KI kann helfen, den nächsten Brand vorauszusagen; die Natur kann helfen, ihn zu verhindern

Bessere Daten bieten Anlegerinnen und Anlegern, aber auch Landbesitzern einen detaillierteren Überblick über die Risiken – von geschädigten Wäldern über austrocknende Böden bis zu brandgefährdeten Landschaften. Anhand dieser Daten können sie bestimmen, wo ein Eingreifen am dringendsten notwendig ist. Doch Technologie allein kann das Problem der ökologischen Fragilität nicht lösen. KI kann helfen, den nächsten Brand vorauszusagen; die Natur kann helfen, ihn zu verhindern.

Der besondere Nutzen liegt in der Verbindung von Technologie und Natur. Fernerkundung und KI können schadenanfällige Landschaften erkennen, die Qualität von Prognosen verbessern und ein frühzeitiges Eingreifen ermöglichen. Doch die langfristige Resilienz hängt noch immer vom Zustand des Ökosystems selbst ab. Ein Modell kann vorhersagen, wie sich ein Brand möglicherweise ausbreitet. Einen gesunden Wald, ein wiederhergestelltes Wassereinzugsgebiet oder einen speicherfähigen Boden kann es aber nicht ersetzen.

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Auf dem Weg zu einer naturpositiven Wirtschaft

Allmählich zeichnet sich ein neues wirtschaftliches Paradigma ab, das die Natur nicht als unerschöpfliche Ressource, sondern als grundlegende Infrastruktur anerkennt. Dieser Wandel steht im Mittelpunkt des Übergangs von einer extraktiven zu einer regenerativen Wirtschaft, von linearen Produktionsmodellen zu einer Bio-Kreislaufwirtschaft.

Die Bio-Kreislaufwirtschaft strebt nach Wertschöpfung aus erneuerbaren biologischen Ressourcen bei gleichzeitiger Wiederherstellung der natürlichen Systeme, auf die die Produktion angewiesen ist. Sie umfasst eine nachhaltige Forstwirtschaft, regenerative Ernährungssysteme, Biomaterialien und die Wiederherstellung von Ökosystemen.

Die Lösungen gibt es bereits. Die Herausforderung besteht nun darin, das für ihre Umsetzung benötigte Kapital zu skalieren

Naturpositives Investieren geht über den reinen Naturschutz hinaus und berücksichtigt auch Ernährungssysteme, Landnutzung, Wassersicherheit und den Schutz von Infrastruktur.

Die Lösungen gibt es bereits. Die Herausforderung besteht nun darin, das für ihre Umsetzung benötigte Kapital zu skalieren.

Argumente für Investitionen in die Regenerierung

Der Diskurs über die Natur verändert sich. Jahrzehntelang wurde wirtschaftlicher Wert durch die Extraktion von Ressourcen aus natürlichen Systemen geschaffen; die Kosten von Umweltschädigungen wurden dagegen als externe Effekte angesehen. Dieses Modell ist nicht länger tragbar. Die Klimarisiken gewinnen an Intensität, und geschwächte Ökosysteme führen zu finanziellen Risiken, wirtschaftlichen Erschütterungen und einer grösseren Anfälligkeit für zukünftige Schocks.

Daher wird die Natur nun als eine kritische Form von Infrastruktur anerkannt. Sie ist ein System, das die wirtschaftliche Stabilität fördert, Werte schützt und die Resilienz erhöht, wenn die physischen Risiken zunehmen. Die Chancen liegen dabei in der Finanzierung der Regenerierung natürlicher Systeme und der Bio-Kreislaufwirtschaft, die von ihnen abhängt.

In einer heisseren, volatileren Welt ist die Natur nicht mehr nur etwas, das wir schützen. Sie ist zunehmend die Infrastruktur, die uns schützt. Dafür ist jetzt Kapital notwendig – und zwar das erforderliche Kapital für den Schutz des zukünftigen Wachstums.

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende.

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