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Eine nachhaltige Zukunft durch künstliche Intelligenz

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Als Jim Al-Khalili kürzlich als neuer Chef der British Science Association das Wort ergriff, war seine Botschaft klar: Der Vormarsch der künstlichen Intelligenz (KI) erfolgt viel schneller, als die politischen und moralischen Diskussionen rund um dieses Thema. Die Bedenken sind nicht neu. Die Bank of England hat davor gewarnt, dass enorm viele Menschen von den bevorstehenden Veränderungen betroffen sein werden. Um Massenarbeitslosigkeit zu vermeiden, seien wir gezwungen, ganz andere Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben. Erste Anzeichen für diese Entwicklung gibt es bereits: So verwendet die französische Supermarktkette Carrefour künftig KI-Software, um die Nachfrage nach Produkten vorauszuberechnen und dadurch den Abfall zu reduzieren

Doch während sich viele über den Vormarsch von KI besorgt zeigen, heben andere die zahlreichen Chancen hervor, die sie der Menschheit eröffnet. Sie werde uns erlauben, weniger und intelligenter zu arbeiten, und so unser Leben verlängern. Die sogenannte „vierte industrielle Revolution“, die das Weltwirtschaftsforum als die Verschmelzung von physischen, digitalen und biologischen Welten beschrieben hat, birgt ein enormes Versprechen für Menschen, Unternehmen und Gemeinschaften.

Doch während sich viele über den Vormarsch von KI besorgt zeigen, heben andere die zahlreichen Chancen hervor, die sie der Menschheit eröffnet. Sie werde uns erlauben, weniger und intelligenter zu arbeiten, und so unser Leben verlängern.

Wird KI in dieser „schönen neuen Welt“ also zum Aufbau einer nachhaltigen Zukunft beitragen?


Wo wir stehen

Die Auswirkungen von KI machen sich bereits überall bemerkbar – vom Siri-Sprachbefehl auf dem iPhone bis zum Spamfilter auf dem E-Mail-Konto. Im Wesentlichen sind unter künstlicher Intelligenz alle Tätigkeiten eines Computers zu verstehen, deren Ausführung durch Menschen ein gewisses Mass an Intellekt erfordern würde. Der Traum von künstlicher Intelligenz reicht fast 3'000 Jahre zurück, als die griechischen Dichter Hesiod und Homer erstmals die Vorstellung eines Kunstwesens ersannen. Der bronzene Riese namens Talos, geschaffen von Hephaistos, dem griechischen Gott der Schmiedekunst und des Feuers, schleuderte Steine auf sich nähernde feindliche Schiffe
 

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Ausgehend von diesen Anfängen haben wir heute einen neuen Punkt erreicht. Die künstliche Intelligenz, die wir von unseren Telefonen und Laptops gewohnt sind und die funktionale Aufgabe wie das Fahren eines Autos oder das Erkennen eines Nummernschildes erfüllen kann, wird als „schwache“ KI bezeichnet. Der nächste Schritt ist ihre deutliche Weiterentwicklung, die Allgemeine künstliche Intelligenz (AKI). Diese Intelligenz, ähnlich der des Menschen, ist flexibler und in der Lage, eine Reihe von verschiedenen Aufgaben zu erfüllen, bei denen auch die Vernunft eine Rolle spielt. Apokalyptische KI-Szenarien im Fernsehen, wie z. B. die Terminator-Cyborgs, beziehen sich auf diese AKI-Phase. Während die Diskussion über die Auswirkungen von AKI bereits begonnen hat, erwarten die meisten Wissenschaftler nicht, dass sie in den nächsten 30 bis 50 Jahren einsatzbereit sein wird.

Die künstliche Intelligenz (KI), die wir von unseren Telefonen und Laptops gewohnt sind und die funktionale Aufgabe wie das Fahren eines Autos oder das Erkennen eines Nummernschildes erfüllen kann, wird als „schwache“ KI bezeichnet.


Die Vorteile für uns

Die Bedenken betreffend den Fortschritt von KI sind gut dokumentiert. Weniger Beachtung finden die potenziellen Vorteile, obwohl es viele davon gibt, und wie die Digitalisierung zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen wird. 

Ähnlich wie bei der Umstellung von Agrar- auf Industriewirtschaften wird sich zwar die Arbeitsweise der Menschen verändern, aber nicht unbedingt die Zahl der Arbeitsplätze. Eine Studie von Accenture kam kürzlich zu dem Schluss, dass im Zuge des Übergangs neue Kategorien von Stellen wie Ausbilder und Erklärer entstehen werden. Die zunehmende Automatisierung wird zu Produktivitätssteigerungen führen, die den Unternehmen in Bereichen wie der Herstellung Einsparungen ermöglichen werden. Die Automatisierung wird die Menschen auch von repetitiven Aufgaben befreien und eine Verschiebung zu mehr intellektuellen Tätigkeiten bewirken. So können Unternehmen schneller wachsen und Ungleichheiten zwischen den Mitarbeitern reduziert werden. Am Beispiel der Banken lässt sich die Verschiebung am besten aufzeigen: Hier konzentrieren sich die Mitarbeitenden heute verstärkt auf Entscheidungen statt auf das Sammeln von Daten, eine Aufgabe, die auch maschinell durchgeführt werden kann.

Die zunehmende Automatisierung wird zu Produktivitätssteigerungen führen, die den Unternehmen in Bereichen wie der Herstellung Einsparungen ermöglichen werden. Die Automatisierung wird die Menschen auch von repetitiven Aufgaben befreien und eine Verschiebung zu mehr intellektuellen Tätigkeiten bewirken.

Ausserhalb der Arbeitswelt erstrecken sich die Vorteile der Digitalisierung von der Gesundheitsversorgung bis zur Katastrophenhilfe. NASA-Satelliten suchen einmal täglich mittels Wärmebildtechnik die Erde nach noch nicht gemeldeten Waldbränden ab. Die Übertragung dieser Daten kann drei Stunden dauern. Nun wurde ein neues KI-Projekt gestartet, um die Daten in Fast-Echtzeit zu übertragen. So können Feuerwehren Brände bekämpfen, noch bevor sie gemeldet werden. Dem Stanford Artificial Intelligence Laboratory ist es gelungen, einen Algorithmus zu entwickeln, der Hautkrebs erkennen kann, indem er 130'000 Bilder in ein System einspeist. So wird es in der Zukunft möglich sein, per Smartphone eine Ferndiagnose zu stellen. Es sind Projekte wie diese, die deutlich machen, wie der Fortschritt von KI sowohl der Gesundheit des Planeten als auch den Lebewesen, die ihn bewohnen, zugutekommen wird.

 

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Doch die Bedenken sind noch nicht ausgeräumt

Einige der Vorteile, wie die geringere Anzahl menschlicher Interaktionen in einem Prozess, werden von vielen als Problem wahrgenommen. Der Unfall eines Tesla im vergangenen Jahr in Kalifornien, bei dem der Fahrer ums Leben kam, stellte die Vorstellung einer KI, die fehlerfrei arbeitet, unmittelbar infrage. 

Ein damit verbundenes Problem ist die Vorstellung, dass KI den Menschen von seiner Verantwortung befreit, indem er Fehler einfach auf die Maschine schieben kann. Das beschwört Bilder von verantwortungslosen Robotern auf dem Schlachtfeld herauf. Im Zuge der wissenschaftlichen Entwicklung werden Regulierung und rechtliche Rahmenbedingungen besonders in den Fokus rücken.

Ein damit verbundenes Problem ist die Vorstellung, dass KI den Menschen von seiner Verantwortung befreit, indem er Fehler einfach auf die Maschine schieben kann.

Eine Frage der Ausgewogenheit

Wenn Hype und düstere Vorahnungen dominieren, ist Ausgewogenheit entscheidend. Nicht nur Skeptiker machen sich Sorgen über das Fortschreiten der Digitalisierung. Über 8'000 Forscher, Ingenieure und Führungskräfte im Bereich KI haben vor Kurzem einen Brief unterzeichnet, in dem gefordert wurde, die sozialen Auswirkungen zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass die menschlichen Werte stets eingehalten werden würden. Nur wenn dies gelingt, hat die künstliche Intelligenz das Potenzial, die Gesundheitsversorgung und die Infrastruktur zu verbessern und die Ungleichheit in der gesamten Gesellschaft zu beseitigen.
 

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Nur wenn dies gelingt, hat die künstliche Intelligenz das Potenzial, die Gesundheitsversorgung und die Infrastruktur zu verbessern und die Ungleichheit in der gesamten Gesellschaft zu beseitigen.

Die vielleicht überraschendste Unterstützung für KI kam von Amnesty International, die forderte, sich gegenüber den weitreichenden Möglichkeiten offen zu zeigen und sie zu nutzen, um Diskriminierung zu beenden. Der ehemalige Generalsekretär Salil Shetty erklärte, dass es, falls Massnahmen zur ethischen Entwicklung von KI getroffen würden, in Zukunft Systeme geben könnte, die – anders als Menschen – unvoreingenommen Entscheidungen treffen. Für Nutzer müssten klare rechtliche Verantwortlichkeiten festgelegt und Menschenrechte zu einem wichtigen Gestaltungselement gemacht werden. „Dies ist eine Zukunft, in der die enorme Kraft und das riesige Potenzial von KI zum Wohle der Menschheit genutzt und Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit gefördert werden“, erklärte er.

KI dürfte das Gesundheitswesen durch umfassende Analysen von Patientendaten, die Früherkennung von Erkrankungen und die Optimierung klinischer Studien effizienter machen. Das dänische KI-Unternehmen Corti SA hat eine Software entwickelt, die in der Lage ist, die Worte eines Anrufers, während er mit der Notfallnummer 999 spricht, zu analysieren. Die Software erkennt schneller als ein Mensch, ob jemand zum Beispiel einen Herzinfarkt erlitten hat. Zu solchen überraschenden Leistungen ist Technologie heute imstande.

Die zukünftige Entwicklung von KI wird weiter polarisieren und die Regulierungsdebatte wird weitergehen. Aber jenseits der Bedenken eröffnen sich Chancen, um Gleichheit zu fördern und eine nachhaltigere Zukunft für die Menschheit aufzubauen.


Eine Zukunftsinvestition für alle

Die zukünftige Entwicklung von KI wird weiter polarisieren und die Regulierungsdebatte wird weitergehen. Aber jenseits der Bedenken eröffnen sich Chancen, um Gleichheit zu fördern und eine nachhaltigere Zukunft für die Menschheit aufzubauen. Wir werden eine bessere und nachhaltigere Zukunft für den Planeten schaffen, wenn wir in Unternehmen investieren, die die Grenzen der Medizin und der Gesundheitsversorgung für alle erweitern und die Systeme zur Effizienzsteigerung von Supermärkten, Banken und Geschäften entwickeln, die den Arbeitnehmern ermöglichen, weniger physisch und mehr intellektuell zu arbeiten. Wir bei Lombard Odier glauben, dass die geschäftliche Zukunft in der Nachhaltigkeit liegt. Wie unser Chefökonom Samy Chaar sagt: „Es ist normal, vor bestimmten Dingen Angst zu haben. Aber es ist ein bisschen zu einfach, vor allem Angst zu haben.“

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von Lombard Odier (Europe) S.A., einem in Luxemburg durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) zugelassenen und von dieser regulierten Kreditinstitut, herausgegeben. Diese Mitteilung wurde von jeder ihrer Zweigniederlassungen, die in den am Ende dieser Seite angegebenen Gebieten tätig sind (nachstehend "Lombard Odier"), zur Veröffentlichung genehmigt.

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