Die Gesundheit unseres Planeten, unser wirtschaftlicher Erfolg und sogar die blosse Existenz unserer Gattung hängen von den Ressourcen der Natur ab – und davon sind nur wenige so lebenswichtig wie unsere Wälder.

Doch in den vergangenen 30 Jahren haben wir unsere Wälder über ihre sicheren Grenzen hinaus belastet. Wir haben 420 Millionen Hektar – eine Fläche von der Grösse Indiens und Ägyptens zusammen – zerstört und viele weitere Waldflächen geschädigt. Wenn weiterhin im derzeitigen Tempo Wald verloren geht, könnten Schätzungen zufolge die tropischen Regenwälder innerhalb eines Jahrhunderts ganz verschwinden. Ohne eine effektive Waldbewirtschaftung droht uns eine umfassende, vielleicht irreversible Veränderung der Umwelt.

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Wenn die Entwaldung der tropischen Regionen ein Land wäre, stünde sie in puncto CO2-Emissionen an dritter Stelle

 

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Die Waldzerstörung ist eine der neun planetaren Belastungsgrenzen. Dies sind die Grenzen, innerhalb derer sich das Leben auf der Erde in Sicherheit entfalten und die Menschheit sich weiterentwickeln und gedeihen kann. Unsere Wälder gesund zu halten, ist daher für die Erhaltung des Klimagleichgewichts von entscheidender Bedeutung. Wir haben aber mit unserer Waldzerstörung die Sicherheitszone bereits verlassen. Die Tropenwälder der Erde sind unter dem Strich keine Kohlenstoffsenken mehr – sie sind jetzt Kohlenstoffquellen.

Eine globale Antwort.
 

Angesichts dieses dringenden Bedarfs versprachen über 100 führende Politiker aus aller Welt, die Länder mit 85% der weltweiten Waldfläche vertreten, auf der COP26 im Jahr 2021, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen und sogar umzukehren. Auch wenn ähnliche Versprechen in der Vergangenheit nicht gehalten wurden – insbesondere die New York Declaration on Forests aus dem Jahr 2014, auf die noch mehr Waldzerstörung folgte –, gibt es Anzeichen dafür, dass es dieses Mal anders sein könnte. Vor allem ging die auf der COP26 verabschiedete Declaration on Forests and Land Use mit der Bereitstellung von Mitteln einher – 14 Milliarden USD aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Dazu kommen Zusagen weiterer 28 Länder, den Beitrag des Rohstoffhandels zur Entwaldung auf null zu senken, und Zusagen von 30 grossen Finanzinstituten, ihr Engagement in Rohstoffen, die für die Wälder ein Risiko darstellen, bis 2030 zu beenden.

Costa Rica ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche Wiederaufforstung. 1990 hatte Costa Rica nach 50 Jahren landwirtschaftlicher Entwicklung fast drei Viertel7  seiner Bewaldung verloren. Die Regierung von Costa Rica reagierte mit einem als „Zahlungen für Wirtschaftsdienstleistungen“ (Payments for Economic Services, PES) bezeichneten Programm, das über eine Kraftstoffsteuer finanziert wurde. In dessen Rahmen wurden die Bauern für die Renaturierung und Erhaltung der Wälder bezahlt und wurde die Waldbewirtschaftung finanziert. Heute ist die verloren gegangene Bewaldung von Costa Rica zum grossen Teil wiederhergestellt, und mehr als 1,3 Millionen Hektar sind durch PES-Verträge geschützt. Das Problem der Entwaldung war lange Zeit mit der Entwicklung in einigen der ärmsten Regionen der Welt verbunden. Regierungen und Politiker können aus dem Fall Costa Ricas die Lehre ziehen, dass Strafmassnahmen alleine selten ausreichen – um die Entwaldung zu stoppen und umzukehren, sind finanzielle Anreize von entscheidender Bedeutung.

Wir haben gelernt, dass die Brieftasche die Herzen am schnellsten öffnet
Carlos Manuel Rodriguez, ehemaliger Umweltminister von Costa Rica

Bewirtschaftung der Wälder.
 

Eine bessere Waldbewirtschaftung wird beim Übergang zu einer CLIC®-Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielen. Geschäftsmodelle, die Risiken für den Wald berücksichtigen, und Nachfragemuster werden sich ändern, da es sich als wertvoll erweist, unsere lebenswichtigen Wälder zu schützen, statt sie zu zerstören.

Unser Ansatz.


Der Übergang zu einer CLIC®-Wirtschaft ist eine der bedeutendsten Herausforderungen unserer Zeit. Diejenigen Unternehmen zu ermitteln, die diese Herausforderung annehmen, indem sie ihre Betriebsabläufe, Lieferketten und ihre Produktgestaltung transformieren, um die Wälder zu erhalten, statt sie zu zerstören, ist von entscheidender Bedeutung, um Portfolios mit Waldrisiken zu verwalten und positive Veränderungen zu bewirken. Unseres Erachtens werden die Gewinner auf verschiedenen Wegen ihren Marktanteil vergrössern und ihre Risiken senken, während diejenigen, die sich nicht anpassen, mit der Regulierung und der sich ändernden Konsumentenstimmung zu kämpfen haben werden. Trotz der wachsenden Dynamik haben fast drei Viertel der 350 einflussreichsten Unternehmen der Welt, die über ihre Lieferketten und Investitionen mit Entwaldung verbunden sind, keine entwaldungsbezogenen Zusagen gemacht, die ihre gesamten „Waldrisiko-Rohstoffe“ abdecken, und ein Drittel hat überhaupt keine entwaldungsbezogenen Zusagen abgegeben.
 

Anzahl der Unternehmen, die entwaldungsbezogene Zusagen gemacht bzw. nicht gemacht haben, nach Rohstoffen, 2020
 

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Über unsere interne Expertise und Zusammenarbeit mit der University of Oxford bewerten wir das Waldrisiko von Portfoliounternehmen, um einen ertragsgewichteten Waldbewirtschaftungs-Score zu ermitteln. Dieser bewertet die Unternehmensrichtlinien in Theorie und Praxis, beurteilt die Verwicklung der Unternehmen in Waldrisiko-Kontroversen und berücksichtigt die geografische Nähe zu sensitiven Regionen mit hoher Artenvielfalt.

In oft entlegenen und unzugänglichen Gegenden kann die wahre Natur von Lieferketten schwer zu ermitteln sein. Um das Risiko unrichtiger oder unvollständiger Offenlegungen von Unternehmen zu eliminieren, verwenden wir einen auf Satellitenbilder gestützten, raumbezogenen Ansatz zur Überwachung der Landnutzung sowie ein Maschinenlernmodell, das wir gemeinsam mit der University of Oxford entwickelt haben, um besser beurteilen zu können, ob die Unternehmen ihre Zusagen einhalten.

Wir sind davon überzeugt, dass wir durch nachhaltiges Investieren langfristig Renditen erwirtschaften und das Vermögen unserer Kunden dauerhaft mehren können.

Die Chancen des Übergangs zur CLIC®-Wirtschaft: Wir investieren in Unternehmen, die die Regenerationskraft der Natur nutzen, setzen uns für eine bessere Waldbewirtschaftung und die Wiederherstellung unserer planetaren Belastungsgrenzen ein

Wo wir sind.

Unsere Wurzeln liegen in der Schweiz, unsere Perspektive und Vision sind international. Mit über 25 Geschäftsstellen weltweit sind wir für unsere Kunden auf der ganzen Welt aktiv. Dieses Leistungsversprechen entspricht den Bedürfnissen unserer internationalen Kundschaft.

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1 Forest area - Our World in Data
2 Quantifying Carbon Fluxes in the World’s Forests | World Resources Institute (wri.org)
3 https://www.weforum.org/agenda/2020/08/five-hidden-benefits-forests-climate-change
4 Deforestation and Forest Loss - Our World in Data
5 COP26: Agricultural expansion drives almost 90 percent of global deforestation (fao.org)
6 State of the World’s Forests 2020 (fao.org)
7 Showing forest cover and loss in Costa Rica (Quelle: Hector, 2008) | Download Scientific Diagram (researchgate.net)
Grafik 1: Source: World Resources Institute, Global Forest Watch, Seymour & Busch, 2016
Grafik 2: Source: Forest Trends (2017) aktualisiert mit Daten von Forest Trends (2020). Tropical forest loss data from Henders, Persson and Kastner (2015)

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