Das Klima verändert die Agenda der IWF-Versammlung

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Das Klima verändert die Agenda der IWF-Versammlung

Es ist die stärkste Klimaerwärmung der jüngeren Geschichte. Die Welt muss in den nächsten zehn Jahren „schnelle, weitreichende und beispiellose Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen“ vorantreiben, wenn sie den Klimawandel aufhalten und verhindern will, dass wir in Zukunft von einer Vielzahl von Naturkatastrophen heimgesucht werden, von denen Millionen von Menschen betroffen sein werden.

Finanzminister aus der ganzen Welt treffen diese Woche an der Jahresversammlung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Bali mit Wissenschaftlern und Journalisten zusammen. Gleichzeitig studieren Regierungen rund um den Globus die neusten Warnungen zur Zukunft unseres Planeten.

Diese Woche warnte der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC, auch als „Weltklimarat“ bekannt) der Vereinten Nationen, es blieben nur noch 12 Jahre, um die Erderwärmung auf 1,5 C zu begrenzen. Danach steige das Risiko von extremen Hitzeperioden, Dürren und Hochwasser, was Gemeinschaften auf der ganzen Welt in die Armut treiben könne.

Diese Warnung wurde als Weckruf der Wissenschaft an die Adresse der Regierungen weltweit bezeichnet, das Problem des Klimawandels anzupacken und Veränderungen in die Wege zu leiten.

Es war schon absehbar, dass der Klimawandel an der IWF-Jahresversammlung intensiv diskutiert werden würde. Die Veranstaltung findet schliesslich in Indonesien statt, das Ende letzten Monats von einem Erdbeben erschüttert worden ist, das einen Tsunami mit fast 2'000 Todesopfern auslöste.

Die Fokussierung auf die Klimaentwicklung zeigt, wie Nachhaltigkeit den Alltag der Menschen künftig zunehmend beeinflussen wird. Der Bericht des IPCC hebt vier Bereiche hervor, in denen grundlegende Veränderungen erforderlich sind: Bodennutzung, Städte und Energie. Die Menschen werden angehalten, Elektroautos zu fahren, Leinen statt Wäschetrockner zu benutzen, mit Bus oder Zug zu reisen oder Videokonferenzen abzuhalten statt auf Geschäftsreise zu gehen.

Die Fokussierung auf die Klimaentwicklung zeigt, wie Nachhaltigkeit den Alltag der Menschen künftig zunehmend beeinflussen wird.

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An der IWF-Jahresversammlung werden unter vielen anderen auch die folgenden Fragen zur Diskussion stehen: Wie können/sollen sich Anleger angesichts des Klimawandels verhalten? Wie sieht die Zukunft der grünen Finanzanlagen aus? Und wie können Unternehmensrichtlinien angepasst werden, um den Nachhaltigkeitszielen Rechnung zu tragen?

Nicht nur die Sorge über die Klimaerwärmung wird an der Versammlung ein Thema sein, sondern auch die Entwicklung der globalen Konjunktur. In der Woche vor der Ankunft der ersten Delegierten warnte die IWF-Präsidentin Christine Lagarde, die Aussichten für die Weltwirtschaft seien weniger rosig als noch letztes Jahr vorhergesagt. Im Juli hatte der IWF prognostiziert, das globale Wachstum werde 2018 und 2019 voraussichtlich bei 3,9% liegen.

In der Woche vor der Ankunft der ersten Delegierten warnte die IWF-Chefin Christine Lagarde, die Aussichten für die Weltwirtschaft seien weniger rosig als letztes Jahr vorhergesagt.

Diese Prognose wurde im jüngsten Weltwirtschaftsausblick des IWF, der am Dienstagmorgen veröffentlicht wurde, auf 3,7% gesenkt. Der Hauptgrund dafür ist, dass sich der Handelskrieg verschärft hat, den die USA vor allem gegen China führen, da Präsident Donald Trump seine „America First“-Politik fortsetzt.

Klimawandel und Handel sind untrennbar miteinander verknüpft. Die Kommentatoren werden also genau beobachten, welche Ergebnisse die diese Woche stattfindende Konferenz hervorbringt.


Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von Lombard Odier (Europe) S.A., einem in Luxemburg durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) zugelassenen und von dieser regulierten Kreditinstitut, herausgegeben. Diese Mitteilung wurde von jeder ihrer Zweigniederlassungen, die in den am Ende dieser Seite angegebenen Gebieten tätig sind (nachstehend "Lombard Odier"), zur Veröffentlichung genehmigt.

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