Die nächste Revolution ist angebrochen

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Die nächste Revolution ist angebrochen

Hubert Keller - Managing Partner

Hubert Keller

Managing Partner

Finanz und Wirtschaft, September 15. 2018

Nachhaltigkeit In Unternehmen mit wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvollem Verhalten zu investieren wird zum wichtigsten Treiber der Anlagerendite – gerade auch in der beruflichen Vorsorge.

Die nächste wirtschaftliche Revolution hat begonnen – geboren aus der Notwendigkeit, nachhaltiger zu denken und zu handeln. Es stellt sich nicht länger die Frage, ob wir dazu bereit sind. Der Wandel ist mit Blick auf die wachsenden Belastungen und Spannungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zwingend. Unsere derzeitigen Wirtschafts-, Gesellschafts- und Governance-Modelle sind zu wenig bis kaum nachhaltig, um bestehende Herausforderungen zu meistern und auch langfristig erfolgreich zu sein. Das hat auch Konsequenzen für Anleger.

Die wichtigsten Einflüsse, die zum Handeln auffordern, sind demografische Verschiebungen, die  Umwelt- und Klimaveränderungen, der technologische Fortschritt und die steigende Ungleichheit in den sozialen Strukturen. Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen mit einer alarmierenden Geschwindigkeit, während die Weltbevölkerung stetig zunimmt.
 

Die wichtigsten Einflüsse, die zum Handeln auffordern, sind demografische Verschiebungen, die  Umwelt- und Klimaveränderungen, der technologische Fortschritt und die steigende Ungleichheit in den sozialen Strukturen.


breite Spanne

Die Herangehensweise an etablierte Normen wie zum Beispiel Verkehr, Lebensmittelsysteme, Gesundheitswesen, Bildung, Datenmanagement und Infrastruktur sind grundlegend zu überdenken. Der Übergang zu einem nachhaltigeren Wirtschaftsmodell weltweit wird immer wichtiger und dringlicher. Druck übt eine immer besser informierte und bewusstere Gesellschaft aus. Kein Land, keine Branche, kein Unternehmen und keine Anlageklasse bleiben davon verschont. Das beeinflusst auch das Portfolio. Der sich beschleunigende Umbruch stellt nicht nur Anforderungen, sondern bietet auch, und vor allem, Chancen.

Anleger haben bereits gezeigt, dass sie bereit sind, den Übergang zu einem nachhaltigeren Modell zu unterstützen. Im Jahr  2015 war die Schweiz aktiv bei der Gestaltung der Sustainable Development Goals, der Nachhaltigkeitskriterien der Uno. Sie hat diese und die Klimaziele von Paris im letzten Jahr ratifiziert.

Institutionelle Investoren – und gerade Stiftungsräte von Pensionskassen – tragen mit den grossen, ihnen anvertrauten Vermögen eine grosse Verantwortung und kommen nicht umhin, sich mit dem Thema zu befassen. Es geht um eine langfristig solide Rendite, aber auch darum, sich an der öffentlichen Diskussion um nachhaltiges Verhalten und Investieren zu beteiligen. Die Debatte ist im Gang, wie Anfragen aus der Politik oder von Destinatären an die Pensionskassen illustrieren.


Schweiz ist vorne dabei

Der Unternehmensberater McKinsey stelt in einer aktuellen Studie fest, dass rund 26% der weltweiten Vermögen nach ökologischen, sozialen und Governance-Grundsätzen (ESG) investiert werden. Nach einem jüngsten Bericht von Swiss Sustainable Finance (SSF) erzielte die Schweiz im Jahr 2017 mit 390,6 Mrd. Fr. in nachhaltigen Anlagen einen neuen Rekord. Davon entfällt deutlich mehr als die Hälfte auf institutionelle Investoren.

Um diejenigen Unternehmen zu identifizieren, die von den durch die Nachhaltigkeitsrevolution entstehenden Chancen zu profitieren, beruht unsere Investmentanalyse auf einem Drei-Säulen-Ansatz: Ausgangspunkt ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Unternehmens. Das ist die erste Säule, wie nachhaltig ist die finanzielle Basis eines Unternehmens. Sie  müssen kapitaleffizient, liquiditätsstark und solide finanziert sein. Bei der Beurteilung von Anleihen analysieren wir auch die Kreditqualität.
 

Um diejenigen Unternehmen zu identifizieren, die von den durch die Nachhaltigkeitsrevolution entstehenden Chancen zu profitieren, beruht unsere Investmentanalyse auf einem Drei-Säulen-Ansatz: Ausgangspunkt ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Unternehmens.


Drei-Stufen-Analyse

Die zweite Säule befasst sich mit der Nachhaltigkeit der Geschäftspraktiken. Das Unternehmen und seine Stakeholders müssen verpflichtet sein, langfristig Werte zu schaffen. Wie ein Unternehmen im Kontext seines weiteren Umfelds geführt wird, hat direkte Auswirkungen seine finanzielle Leistung.

Schliesslich berücksichtigen wir die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. Sie bemisst die Fähigkeit eines Unternehmens, die Chancen des Wandels zu nutzen: Trends identifizieren, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen prägen und sie sie sich in Zukunft fortsetzen.

Diese Analyse zeigt auf, wie gut ein Unternehmen positioniert ist, um mit den Chancen und den Schwierigkeiten umzugehen, die der Übergang zu einer nachhaltigeren Welt schafft. So können die strukturellen Treiber in investierbare Themen umgesetzt werden.

Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren der Motor der Weltwirtschaft sein wird. Genau wie von den Unternehmen zu erwarten, dass sie sich diesem Wandel stellen, ist es Aufgabe als Asset Manager, den Anlageansatz zu überdenken und  Kunden wie Pensionskassen innovative Lösungen anzubieten, die es ihnen erlaubt, die Chancen dieser neuen Revolution zu nutzen.

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG oder einer Geschäftseinheit der Gruppe (nachstehend "Lombard Odier") herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig wäre, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende Abgabe rechtswidrig wäre. 

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