Die Kraft guter Bakterien für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem

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Die Kraft guter Bakterien für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem

Jahrzehntelang wurden die Meeresküsten südlich von Kopenhagen im Sommer von Tonnen von Algen heimgesucht, die an den Strand gespült wurden und dort verrotteten. Der Gestank war ein Riesenproblem für die Einheimischen. Noch grösser war das Problem für die Tourismusbranche, da sich Urlauber aus der dänischen Hauptstadt und anderen Landesteilen andere Ziele für ihren Jahresurlaub suchten. 

Das alles hat sich geändert, seit eine Biogasanlage die Algen einsammelt und mit Biomüll des dänischen Bioscience-Unternehmens Chr.Hansen vermischt. Der Geruch ist weg, die Strände sind sauberer, und CO2-neutrale Energie dient Tausenden von Einwohnern als Ersatz für fossile Brennstoffe. 

... Das alles hat sich geändert, seit eine Biogasanlage die Algen einsammelt und mit Biomüll des dänischen Bioscience-Unternehmens Chr. Hansen vermischt

„Wir liefern nicht nur sauberere Energiequellen und unterstützen die lokalen Landwirte, sondern bieten auch eine kostengünstigere Alternative für die Verarbeitung von Biomüll“, erklärt Michael Juhler, der als Senior Director von Chr. Hansen für den grössten Produktionsstandort des Unternehmens in Kopenhagen verantwortlich ist.

Der Beitrag von Chr. Hansen, das Lebensmittelkulturen, Probiotika und Enzyme für die globale Lebensmittel-, Agrar- und Pharmaindustrie produziert, ist ein Beispiel dafür, wie einige Unternehmen Abfälle und Emissionen reduzieren.

Dieser Übergang zu einer CLIC™-Wirtschaft (Circular, Lean, Inclusive, Clean = kreislauforientiert, effizient, integrativ und sauber) findet bereits statt – und wird zweifelsohne Gewinner und Verlierer hervorbringen, da sich Unternehmen, Branchen und ganze Sektoren in unterschiedlichem Tempo bewegen. Diejenigen Unternehmen jedoch, die sich der Dringlichkeit der Veränderung bewusst sind und heute transformative Schritte einleiten, werden mit grösserer Wahrscheinlichkeit in der CLIC™-Wirtschaft von morgen führend sein.

Gegründet vor über 140 Jahren, produziert Chr. Hansen über 30’000 Stämme „guter Bakterien“ für Lebensmittel, Nutzpflanzen und die menschliche Gesundheit. Seine natürlichen Kulturen und Enzyme liefert das Unternehmen an die Milchindustrie weltweit und über 1 Mrd. Menschen konsumieren täglich seine Produkte. Nun hat Chr. Hansen drei grössere Herausforderungen ins Visier genommen. Diese ergeben sich aus den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen, mit denen die Vereinten Nationen eine nachhaltige Entwicklung zum Schutz unseres Planeten anstreben. 

Chr. Hansen (...) produziert über 30’000 Stämme „guter Bakterien“ für Lebensmittel, Nutzpflanzen und die menschliche Gesundheit

Die erste sind Lebensmittelabfälle. Laut UN-Angaben entfallen 7% der globalen Treibhausgasemissionen auf Lebensmittelverluste und -verschwendung. Gleichzeitig produzieren rund 30% aller landwirtschaftlich genutzten Flächen Lebensmittel, die nie konsumiert werden. Milchprodukte haben eine kurze Haltbarkeit. Chr. Hansen schätzt, dass in der Europäischen Union jedes Jahr 17% der gesamten Jogurtproduktion weggeworfen werden. Eine Verlängerung der Haltbarkeit von Jogurt um sieben Tage würde den Abfall um schätzungsweise 30% verringern. Allein in Europa würde eine solche Reduzierung Einsparungen von 440’000 Tonnen Jogurt im Wert von EUR 250 Mio. und 520’000 Tonnen Kohlendioxid bedeuten. Die Lebensmittelkulturen von Chr. Hansen können den Verderb von fermentierten Milchprodukten wie Jogurt verzögern: Bis 2022 möchte das Unternehmen so 1,2 Mio. Tonnen Jogurtabfälle eliminieren. Für die Käseindustrie, die über das von den Kühen ausgestossene Methan erheblich zum Treibhauseffekt beiträgt, hat das Unternehmen Koagulantien (Gerinnungsmittel) entwickelt, die die für die Käseproduktion benötigte Milchmenge reduzieren.

Die Lebensmittelkulturen von Chr. Hansen können den Verderb von fermentierten Milchprodukten wie Jogurt verzögern: Bis 2022 möchte das Unternehmen 1,2 Mio. Tonnen Jogurtabfälle eliminieren

Die zweite Herausforderung ist die Eliminierung von Hunger durch eine bessere Landwirtschaft. Schätzungen der gemeinnützigen Forschungsorganisation World Resources Institute zufolge müssen die Erträge in den nächsten 44 Jahren gegenüber den letzten 44 Jahren um über ein Drittel gesteigert werden. Die Erträge haben jedoch bereits historische Höchststände erreicht. Rechnet man den Klimawandel und eine wachsende Bevölkerung dazu, wird deutlich, dass eine nachhaltige Landwirtschaft innovative und nachhaltige Lösungen braucht.

Als Reaktion darauf setzt Chr. Hansen seine mikrobiologische Plattform und sein Know-how auf diesem Gebiet für die Verbesserung der Ernteerträge ein. In Zusammenarbeit mit dem US-Chemieunternehmen FMC Corporation wurde bereits ein natürliches Produkt entwickelt, das durch verbesserte Wurzelentwicklung und Wurzelschutz den Ertrag von Zuckerrohr um 10% steigern kann.

Die dritte globale Herausforderung ist die Gesundheitsförderung. Noch immer leiden die Entwicklungsländer unter Hunger und Mangelernährung. Dagegen grassieren in den Industriestaaten Fettleibigkeit und chronische Immunerkrankungen. Der weitverbreitete Einsatz von Antibiotika, der zur Entstehung antibiotikaresistenter Bakterien geführt hat, erschwert den Ausblick noch zunehmend.

Das Unternehmen hat u.a. im Rahmen seiner Erforschung des menschlichen Mikrobioms – ein Ökosystem aus über 38 Billionen Bakterienzellen, die einen typischen menschlichen Körper bevölkern – ein Spektrum an Probiotika für Mensch und Tier entwickelt. Ein probiotischer Stamm kann beispielsweise zur Reduzierung von Verdauungsproblemen beitragen und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

Laut Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC tragen mittlerweile mehr als 80% des Umsatzes von Chr. Hansen zu den drei Zielen der UN bei: die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, die Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge unter Einsatz natürlicher Produkte und die nachhaltige Verbesserung der menschlichen Gesundheit.

Durch seinen Beitrag zur Abfallreduzierung, die Nutzung von naturbasierten Lösungen, den Einsatz seiner Probiotika im Kampf gegen Ungleichheit und durch bahnbrechende Wege zur Reduzierung des Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft setzt sich Chr. Hansen bei diesem Übergang an die Spitze der neuen Wirtschaft

Unser heutige Lebensweise ist WILD. Lebensmittel verderben zu lassen, ist unwirtschaftlich (Wasteful); potenziell wertvolle Wirtschaftsgüter wie Meeresalgen zu übersehen, ist ineffizient (Idle); das Vorherrschen von Ungleichheit (Lopsided) führt zu einem Ungleichgewicht und der exzessive Einsatz von Chemikalien, Transport und Energie verursacht Verschmutzung (Dirty). Die Umstellung auf die CLIC™-Wirtschaft ist bereits im Gange. Durch seinen Beitrag zur Abfallreduzierung, die Nutzung von naturbasierten Lösungen, den Einsatz seiner Probiotika im Kampf gegen Ungleichheit und bahnbrechende Wege zur Reduzierung des Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft setzt sich Chr. Hansen bei diesem Übergang an die Spitze der neuen Wirtschaft. 

Wichtige Hinweise.

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