Zurück auf der Schulbank

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Zurück auf der Schulbank



LOcom_AuthorsLO-POD.png   Patrick Odier
Senior Managing Partner

Gestern Abend habe ich mich wieder an meine Studienzeit erinnert. Ich sass in einer sehr interessanten Veranstaltung, die von der University of Chicago durchgeführt wurde – der Universität, an der ich studiert habe. Es ging darum, wie wir die digitale Welt so gestalten, dass der Entwicklungsprozess auf sichere und integrative Weise erfolgt. Auch wurde die Frage erörtert, wie man die Denker von morgen lehrt, sich an diese neue Welt anzupassen.

Die erste grosse Frage lautet: Wie definieren wir globale Standards für die digitale Welt? Beispielsweise bedeutet Datenschutz in den USA nicht dasselbe wie in Europa. Ausserdem: Wer verfügt derzeit über die besten Talente auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und kann auch künftig am besten Talente gewinnen? Sind es die Regierungen oder Privatunternehmen? Wie können wir – falls die Regierungen nicht in der Lage sind, um diese Talente zu kämpfen – die Kluft schliessen und eine sichere Entwicklung dieses neuen digitalen Paradigmas sicherstellen? Dass der private und der öffentliche Sektor miteinander interagieren, ist in einer digitalen Welt von zentraler Bedeutung. Der eine kann ohne den anderen nicht existieren.

Dieses Thema könnte auch an den Geneva Digital Talks angegangen werden. Konkret könnte dort diskutiert werden, wie repressive Massnahmen verhindert werden können, die aus der Reaktion einer Regierung auf Datenmissbrauch oder Hacking resultieren. Weiter könnten die Auswirkungen beleuchtet werden, die ein Eindringen der öffentlichen Hand in private Clouds hat. Was wir benötigen, ist ein stabiles Ökosystem, in dem der Privatsektor auf sozial integrative Weise Innovationen vorantreiben darf.

Die zweite Frage lautet: Was müssen wir die nächste Generation lehren? Es spricht vieles dafür, dass in den Schulen neben Computerwissenschaften zum Beispiel auch Ethik auf dem Stundenplan stehen sollte – um sicherzustellen, dass wir das erwähnte stabile Ökosystem erreichen.

Auch auf die folgenden drei wichtigen Bereiche sollten die Schulen einen Schwerpunkt legen: erstens auf kritisches Denken, das angesichts der zunehmenden Datenflut von grösster Bedeutung ist, und zweitens auf die Schreibfertigkeit ihrer Schüler. Denn bereits heute sind die Auswirkungen einer Welt sichtbar, die von E-Mails sowie auf 280 Zeichen beschränkten Twitter-Posts dominiert wird. Drittens muss den Schülern eingeprägt werden, wie wichtig kontinuierliches Lernen ist. Nur als Beispiel: In den USA lesen 30 Prozent der Hochschulabsolventen nach ihrem Abschluss keine Bücher mehr.

Wenn wir sicherstellen wollen, dass sich die digitale Welt in einer sozial integrativen Art weiterentwickelt, müssen die Denker von morgen erkennen können, welche Daten wichtig sind und was sie genau aussagen. Sie müssen sich schriftlich klar ausdrücken können und Bildung als laufenden Prozess betrachten, der nicht mit der Abschlussfeier endet.

Sondern im Gegenteil noch stärker vorangetrieben werden sollte.

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG oder einer Geschäftseinheit der Gruppe (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig wäre, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende Abgabe rechtswidrig wäre.

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