Anlegen in einer Welt unsicherer Wahlergebnisse
„Wir leben in einer geopolitisch geprägten Welt, in der die USA unbestreitbar ein bedeutender Einflussfaktor sind.“ Dies konstatierte unser Global Chief Investment Officer Michael Strobaek bei seiner tiefgreifenden Analyse der Anlageüberzeugungen von Lombard Odier. Anlegerinnen und Anleger sollten nicht kurzfristig denken, sondern den Fokus auf langfristiges zukünftiges Wachstum legen und in ihren Portfolios eine strategische Vermögensallokation verfolgen, ergänzte er.
Strobaek wies darauf hin, dass Anleihen erstmals seit Jahren Renditen von 4% bis 5% bieten, sodass Anlegerinnen und Anleger viele interessante Alternativen zu Aktien haben. Aktien notieren auf Allzeithochs und US-Technologietitel erreichen Rekordwerte. In diesem Umfeld lautet die wichtigste Frage für chancenorientierte Anlegerinnen und Anleger, wie risikobereit sie sind und wie stark sie sich in Aktien engagieren wollen.
Strobaek hält die Kursanstiege der als „Glorreiche Sieben“ bezeichneten Technologieaktien nicht für eine Blase. „Dies ist ein Produkt einer postpandemischen Welt. Technologieunternehmen haben durch den Bedarf an Telekommunikation und Homeoffice-Software eine dominante Stellung erlangt. Dieses Jahr dreht sich im Technologiesektor alles um künstliche Intelligenz. Technologie ist in unserer zerrissenen Welt eine geostrategische Waffe geworden.“
Lesen Sie auch: Ausblick für Private Assets 2024
Unsere neue strategische Vermögensallokation und unser „Total Wealth“-Ansatz kombinieren für Anleger mit entsprechendem Profil liquide Anlagen mit Private Assets, also Privatmarktanlagen. Diese sind laut Strobaek „wichtig für die langfristigen Gesamtrenditen“. Private Assets können eine wichtige Rolle bei der Diversifikation von Portfolios ausserhalb börsennotierter Anlagen spielen. Sie eignen sich für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die eine angemessene Risikotoleranz besitzen und bereit sind, teilweise auf Liquidität zu verzichten. Sie profitieren zudem aktuell von positiven langfristigen Faktoren. Dazu zählt zum Beispiel, dass Banken von einigen Kreditformen Abstand nehmen und Unternehmen länger im Privatbesitz bleiben. Hier erkennen wir Chancen und bevorzugen mehrjährige Investitionen in einer Reihe von Private Assets. Dabei ist es wichtig, die besten Manager zu finden und einzubinden.

Wie weit werden die Zinsen 2024 sinken?
Die Märkte haben ihre Erwartungen in Bezug auf Zinssenkungen in diesem Jahr stark nach unten korrigiert. Der Konsens prognostiziert drei US-Zinssenkungen. Wir erwarten aktuell, dass die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank ab Mitte 2024 vier Zinssenkungen um 25 Basispunkte vornehmen werden.
„Wir befinden uns in einer neuen Normalität“, sagte Strobaek. „Wegen der Inflation sind die Zinsen wieder ein Thema. So etwas haben wir seit der Finanzkrise 2008 nicht erlebt. Das verändert unsere Einstellung zur Vermögensallokation grundlegend.“
Die Aktienrisikoprämie ist dadurch gesunken und liegt nun unter ihren historischen Durchschnitten. Risikofreie Schuldinstrumente wie Anleihen bieten so gute Renditen wie seit über zehn Jahren nicht mehr.
Donald Trump habe aber klargestellt, dass er keinen unabhängigen Fed-Vorsitzenden wolle, bemerkte Webb. Ausserdem seien Trumps Pläne für seine Amtszeit diesmal sehr viel geordneter als im Jahr 2020.
Volkswirtschaften im Kampfmodus
„Finanzielle Reaktionen erfolgen in der US-Wirtschaft schneller als irgendwo sonst auf der Welt“, erklärte Chaar. Doch nach seinen Worten ist die ganze Welt nach mehreren schwierigen Jahren „wieder zum Kampfmodus zurückgekehrt“. Das heisst, die Regierungen investieren in ihre Wirtschaft, wie zum Beispiel die USA mithilfe des Inflation Reduction Act. Dies macht die Wirtschaft des Landes widerstandsfähiger. Die Regierungen der EU-Länder reagieren darauf und versuchen ebenfalls, ihre Widerstandskraft zu erhöhen. Zum einen wollen sie so mit den USA Schritt halten. Zum anderen wollen sie sich auf das vorbereiten, was eine Trump-Regierung für das Verhältnis zwischen den USA und dem Rest der Welt bedeuten könnte.
Lesen Sie auch: Zehn Anlageüberzeugungen für 2024
Auf die Frage des Publikums, was Lombard Odier dazu bewegen würde, die taktische Übergewichtung von US-Aktien zu überdenken, lautete die gemeinsame Antwort von Chaar und Strobaek: „Eine hartnäckige Inflation“. Es mag den Anschein haben, dass sich die Geschichte zum Teil wiederholt. Doch wie Frédéric Rochat, geschäftsführender Teilhaber von Lombard Odier, bei „Rethink Perspectives“ in London bemerkte, haben wir uns in über 225 Jahren stets an neue Realitäten angepasst.
Die Bank wird die Wahlen im Jahr 2024 – nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt – aufmerksam verfolgen.
Wichtige Hinweise.
Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG oder einer Geschäftseinheit der Gruppe (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig wäre, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende Abgabe rechtswidrig wäre.
Entdecken Sie mehr.
teilen.