Wie sollen Anleger reagieren?

    Es überrascht nicht, dass geopolitische Unsicherheit nicht immer mit Marktunsicherheit zusammenfällt, denn Treiber wie Wachstum, Inflation und politische Ungewissheit sind oft wichtiger. Dennoch haben erhebliche geopolitische Risiken die Marktrisiken tendenziell erhöht, insbesondere in den letzten Jahren während des Kriegs in der Ukraine und des Israel-Hamas-Konflikts. Daher müssen die Folgen der geopolitischen Risiken für die Märkte analysiert und in unsere Portfoliostrategie integriert werden.

    Unser Rahmen für geopolitische Risiken konzentriert sich auf drei Szenarien – keine Eskalation im Nahen Osten, eine grössere Eskalation und eine Deeskalation. Wie wirken sich die einzelnen Szenarien auf den Markt aus, und welche Strategie sollen Anleger verfolgen, um ihre Portfolios zu schützen? Erstens ist unseres Erachtens die Portfoliodiversifizierung entscheidend, wenn es darum geht, für eine grosse Bandbreite von Ergebnissen gewappnet zu sein. Zweitens müssen die Portfoliopositionen aktiv verwaltet werden, damit etwaige Verwerfungen genutzt werden können.

    Unsere aktuelle Portfoliopositionierung gründet auf unserem Basisszenario, dass es zu keiner grösseren Eskalation des Konflikts kommt

    Unsere aktuelle Portfoliopositionierung gründet auf unserem Basisszenario, dass es zu keiner grösseren Eskalation des Konflikts kommt. Bei Aktien sind wir in US-Titeln zu Lasten Europas übergewichtet, wobei wir zyklische Werte der Sektoren Energie und Verbraucherdienste gegenüber defensiven Werten (Immobilien und Versorger) vorziehen. Bei Festverzinslichen bevorzugen wir eine Übergewichtung in US-Staatsanleihen und bei den Währungen eine Übergewichtung im US-Dollar. Diese Portfolioausrichtungen profitieren weiterhin von der Outperformance der US-Wirtschaft und dem Renditevorteil des Dollar.

    Im Falle einer grösseren Vergeltung würden wir mit einer starken Korrektur der Aktienmärkte rechnen, wobei sich defensive Sektoren wie Immobilien und Versorger überdurchschnittlich entwickeln dürften. Die Rohstoffpreise, insbesondere die Energiepreise, könnten sprunghaft steigen und die Inflationserwartungen in die Höhe treiben. Die Notenbanken müssten wahrscheinlich die Senkung der Leitzinsen aufschieben. Die Kurven der Staatsanleihen würden sich am langen Ende normalisieren und die Renditen wegen der Nachfrage nach sicheren Häfen sinken. Die Renditekurve würde flacher, insbesondere in Europa, wo die Europäische Zentralbank empfindlicher auf höhere Rohstoffpreise reagiert. US-Staatsanleihen würden wahrscheinlich an Boden gewinnen. Bei den Unternehmensanleihen würden sowohl das Investment-Grade- als auch das Hochzinssegment leiden, wobei sich Ersteres besser entwickeln dürfte als Letzteres. In einem solchen risikoaversen Umfeld würde der US-Dollar voraussichtlich ebenfalls profitieren.

    Im Falle einer Deeskalation würden wir erwarten, dass unsere derzeitige Positionierung profitiert. Doch angesichts der jüngsten Ausweitung der Renditedifferenzen (Spreads) wäre wahrscheinlich eine Umkehr zu beobachten, wobei risikoreichere Unternehmensanleihen (wie Hochzinspapiere) und zyklischere Aktiensegmente mehr Auftrieb erhielten. Unserer Präferenz für Schuldtitel mit BB-Rating im Hochzinssegment dürfte das zugutekommen, auch wenn einige Schuldtitel mit niedrigerem Rating aufgrund einer stärkeren Spread-Verengung vorübergehend eine bessere Performance erzielen könnten. Dennoch würden wir das Hochzinssegment von höherer Qualität vorziehen.

    Wir sind der Ansicht, dass unsere Übergewichtung des US-Dollar und unsere Präferenz für Energieaktien in einem Umfeld steigender Inflations- und geopolitischer Risiken als Schutz der Portfolios dienen

    Positionen, die von einer Reihe von Ergebnissen profitieren

    Insgesamt sind wir der Meinung, dass unsere aktuelle taktische Positionierung bei einer Reihe von Ergebnissen profitieren kann. Wir sind der Ansicht, dass unsere Übergewichtung des US-Dollar, unsere konstruktive Haltung gegenüber Gold – das wir auf strategischen Niveaus halten – und unsere Präferenz für Energieaktien in unserem Basisszenario performen können. Darüber hinaus dienen sie als Schutz der Portfolios in einem Umfeld steigender Inflations- und geopolitischer Risiken. Angesichts dieser Risiken sehen wir auch eine potenzielle Rolle für inflationsgeschützte US-Staatsanleihen (Treasury Inflation Protected Securities, TIPS) in den Anleihenallokationen der Portfolios.

    Wichtige Hinweise.

    Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende

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