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    Führend in nachhaltigen Finanzen – der Wettlauf um Netto-Null

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    Führend in nachhaltigen Finanzen – der Wettlauf um Netto-Null

    Bei Lombard Odier sind wir der Überzeugung, dass nachhaltige Anlagen langfristige Renditen erwirtschaften, die Vermögen unserer Kundinnen und Kunden vergrössern und entscheidend dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen unseres Planeten zu schützen und zu bewahren. Die Verwaltung nachhaltiger Anlageportfolios ist allerdings keineswegs einfach, und in der Branche sind viele oberflächliche Nachhaltigkeitsbekenntnisse auszumachen. Die Risiken unbeabsichtigter Folgen werden häufig ignoriert, und Schlagzeilenhascherei lenkt oft von den Massnahmen ab, die zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft nötig wären.

    Lombard Odier organisierte jüngst ein Leadership-Programm für nachhaltiges Finanzwesen mit dem Titel „Wettlauf um Netto-Null“, das diverse Expertinnen und Experten zusammenbrachte – von der Universität Oxford und von Lombard Odier, unter der Leitung von Professor Ben Caldecott, Gründungsmitglied und Direktor der Oxford Sustainable Finance Group (OSFG) und Lombard Odier Associate Professor of Sustainable Finance. Sie analysierten die neusten Forschungsergebnisse und tauschten sich über jüngste Erkenntnisse aus. Gemeinsam mit zukünftigen Führungskräften im Bereich nachhaltiges Finanzwesen erörterten sie, wie die derzeit herrschenden Denkweisen von der Entwicklung eines breiteren und tieferen Verständnisses ablenken könnten, das für die Realisierung von Netto-Null erforderlich ist. Darüber hinaus untersuchten sie die Risiken und Chancen, die Klimaschutz und Klimaanpassung sowie naturbasierte Lösungen für Anlegerinnen und Anleger bergen.

    Seinen Schätzungen zufolge müssen bis 2050 jedes Jahr mehr als USD 3'000 Mrd. investiert werden, um die in Paris vereinbarte Grenze einer Erwärmung von 1,5°C einzuhalten

    Über den CO2-Fussabdruck hinaus

    Zu Beginn der Veranstaltung ging Professor Caldecott auf die entscheidende Rolle von Finanzen und Kapitalanlagen beim Übergang zu mehr Nachhaltigkeit ein. Seinen Schätzungen zufolge müssen bis 2050 jedes Jahr mehr als USD 3'000 Mrd. investiert werden, um die in Paris vereinbarte Grenze einer Erwärmung von 1,5°C einzuhalten.

    Er hinterfragte den vereinfachenden Ansatz, bei der Analyse sogenannter „grüner“ Portfolios lediglich die CO2-Emissionen von Unternehmen ins Visier zu nehmen, während gerade in den emissionsstärksten Bereichen die meisten Investitionen erforderlich seien.

    Professor Caldecott räumte ferner ein, dass sich in einigen Sektoren wie Landwirtschaft und die Luftfahrt derzeit keine realistischen kohlenstofffreien Optionen anbieten und es hier möglicherweise immer Restemissionen geben wird. Für diese Sektoren bedarf es der Abscheidung und Bindung von CO2 in enormem Umfang. Während das „Kohlenstoffbudget rapide abnehme“, müsse Spielraum „für Bereiche einkalkuliert werden, die sich nur schwer umfassend dekarbonisieren lassen.“

    Lesen Sie auch (Artikel in Englisch): 2020: the year of net zero commitments – an interview with Dr Ben Caldecott, Oxford Universit

    Klimaanpassung – Chancen und Risiken am „Horizont“

    Dr. Nicola Ranger, Head of Sustainable Finance Research for Development am OSFG, erklärte den Teilnehmenden: „Wir können uns den künftigen Umwälzungen nicht mehr entziehen. Die physischen Risiken werden generell unterschätzt und nicht angemessen eingepreist.“ Da das in der Atmosphäre enthaltene CO2 derzeit höher ist als jemals zuvor in den letzten Millionen von Jahren, sei laut Dr. Ranger dieser „Horizont“ bereits erreicht.

    „Die Anpassung an den Klimawandel wird bald ebenso im Fokus stehen wie derzeit die Netto-Null-Thematik ... Die wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels werden nicht temperatur-, sondern wasserbedingt sein. Die Niederschläge werden sich ändern. Braune Gebiete werden trockener, grüne Gebiete werden feuchter.“ Dies wird laut Dr. Ranger einen Anpassungsprozess in der Landwirtschaft und in anderen Schlüsselbereichen zur Folge haben und Investorinnen und Investoren beträchtliche Gelegenheiten bieten, zumal im Vorfeld getätigte Anlagen langfristige Gewinne zeitigen werden. Daher werden Finanzinstitute wohl auch vermehrt aufgefordert werden, Nachweise über ihre Resilienz gegenüber klimabedingten Risiken zu erbringen und die Berichterstattung bezüglich der Anpassung von Portfolios auszuweiten.

    Lesen Sie mehr über die Partnerschaft zwischen Lombard Odier und die Universität Oxford

    Eiswürfel sind hingegen in Sektoren mit hohen Emissionen tätig und weisen selbst eine schlechte CO2-Bilanz auf. Im Gegensatz zu den brennenden Holzscheiten werden sie sich aber zügig dekarbonisieren und dadurch einen Wettbewerbsvorteil erhalten

    Investieren in die Zukunft

    Dr. Michael Urban und Elise Beaufils, Deputy Heads of Sustainable Investment Research bei Lombard Odier, pflichteten den Ausführungen von Professor Caldecott und Dr. Ranger bei. Sie machten ebenfalls darauf aufmerksam, welche Beschränkungen sich infolge der Fokussierung von Investitionen auf bereits kohlenstoffarme Unternehmen ergeben. Hier setzt laut Elise Beaufils die jüngste Forschung von Lombard Odier zu Climate Value Impact (CVI) an. Durch die Quantifizierung des Exposition von Unternehmen in Bezug auf klimabezogene finanzielle Risiken und Chancen hilft CVI Analysten und Beratern, über die einfache Metrik des CO2-Fussabdrucks hinaus ein fundierteres Verständnis der Positionierung von Unternehmen und Sektoren für die bevorstehenden Veränderungen zu entwickeln. Damit sollen sowohl Haftungs- als auch physische Risiken bewältigt und Gelegenheiten des Wandels genutzt werden.

    Die CVI-Analyse teilt Elise Beaufils zufolge die Unternehmen in vier Kategorien ein: Klimaisolierung, Lösungsanbieter, brennende Holzscheite und Eiswürfel. Klimaisolierte Unternehmen müssen ihre CO2-Emissionen verringern, allerdings von einer niedrigen Basis aus. Sie sind den bevorstehenden Veränderungen am Markt in beschränktem Masse ausgesetzt und bieten daher keine attraktiven Aussichten für nachhaltige Investitionen. Brennende Holzscheite sind Unternehmen mit hohen Emissionen, die es unterlassen, zu dekarbonisieren. Sie werden letztlich zu „gestrandeten Vermögenswerten“, die einen hohen Preis für ihre Emissionen zahlen werden, sowohl im wörtlichen Sinne durch kostspielige Emissionszertifikate als auch durch einen sich zunehmend distanzierenden Kundenstamm.

    Wahres Wertschöpfungspotenzial ergibt sich für Anlegerinnen und Anlegern bei Lösungsanbietern und den sogenannten Eiswürfeln. Lösungsanbieter sind Unternehmen, deren angebotenen Klimaschutzlösungen die eigenen Emissionen aufwiegen und deren Wachstum durch einen schnell expandierenden Markt, Fördergelder und eine zunehmende regulatorische Unterstützung begünstigt wird. Eiswürfel sind hingegen in Sektoren mit hohen Emissionen tätig und weisen selbst eine schlechte CO2-Bilanz auf. Im Gegensatz zu den brennenden Holzscheiten werden sie sich aber zügig dekarbonisieren und dadurch einen Wettbewerbsvorteil erhalten. In diesen beiden Kategorien dürften gezielte Anlagen die grössten Renditen erwirtschaften und zugleich in Sachen Klimawandel am meisten erreichen.

    Lesen Sie auch: Neue Studie der Universität Oxford und Lombard Odier untersucht die Erfolgsfaktoren in einer grüneren Welt

    treiben die Marktkräfte die Anlagedynamik an. Mit zunehmend ausreifenden Technologien fallen auch die Preise, woraus sich ein positiver Kreislauf erhöhter Skalenvorteile und reduzierter Kosten ergibt

    Kein Königsweg

    Laut Dr. Steve Smith, Executive Director von Oxford Net Zero, werden wir einen Grossteil der Schäden, die durch jahrhundertelange Treibhausgasemissionen verursacht wurden, zu unseren Lebzeiten nicht mehr rückgängig machen können. „Viele Veränderungen ... sind auf Jahrhunderte bis Jahrtausende unumkehrbar, insbesondere in Bezug auf die Ozeane, die Eisschilde und den globalen Meeresspiegel.“ Statt eines Königswegs gibt es nur steinige Pfade, und es bedarf „Fortschritten auf allen erdenklichen Ebenen“.

    Dem pflichtete auch Dr. Chris Kaminker bei, Head of Sustainable Investment Research, Strategy and Stewardship bei Lombard Odier. Doch auch wenn das Problem komplex ist und es keine Patentlösung gibt, veranlasst der Markt selbst zur Hoffnung, so Kaminker. Je stärker sich neue, sauberere Technologien durchsetzen, umso mehr „treiben die Marktkräfte die Anlagedynamik an. Mit zunehmend ausreifenden Technologien fallen auch die Preise, woraus sich ein positiver Kreislauf erhöhter Skalenvorteile und reduzierter Kosten ergibt.“

    Die Veranstaltung in Oxford, an der weltweit führende Wissenschaftler, Forscher und Praktiker des nachhaltigen Finanzwesens teilnahmen, bot Gelegenheit dazu, die Diskussion über nachhaltige Finanzen in neue Bahnen zu lenken. Wissenschaftliche Forschung und Innovation spielen eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung technologischer Lösungen für die Klimakrise. Von gleich hoher Bedeutung sind indes die Erkenntnisse, die sich daraus für ein nachhaltiges Finanzwesen ergeben; mit diesen lassen sich die Investitionen sinnvoll steuern, die für einen erfolgreichen Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft nötig sind.

    Wir bei Lombard Odier sind der Meinung, dass ein simpler Schwerpunkt auf Unternehmen mit geringen CO2-Emissionen grundlegend falsch ist, wenn es um nachhaltige Finanzen geht. Um den in Paris vereinbarten Temperaturanstieg einzuhalten und die Anlagerenditen zu maximieren, müssen nachhaltige Finanzportfolios nicht nur nach den Unternehmen Ausschau halten, die momentan gut dastehen, sondern nach solchen, die in den kommenden Jahrzehnten am meisten bewirken werden.

    Wichtige Hinweise.

    Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG oder einer Geschäftseinheit der Gruppe (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig wäre, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende Abgabe rechtswidrig wäre.

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