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Unternehmerstudie 2026: Schweizer Familienunternehmen beschleunigen ihre technologische Transformation, während die Nachfolgeplanung eine zentrale Herausforderung bleibt
Unternehmerstudie 2026: Schweizer Familienunternehmen beschleunigen ihre technologische Transformation, während die Nachfolgeplanung eine zentrale Herausforderung bleibt
Die Nachfolge bleibt eine grosse Herausforderung: 45 % der Befragten nennen sie als grösste Sorge, deutlich vor der Vorbereitung der nächsten Generation (25 %). Dies verdeutlicht den Wandel der Nachfolgemodelle und die zunehmende Offenheit gegenüber Lösungen ausserhalb des Familienkreises
Die technologische Transformation schreitet voran, jedoch in moderatem Tempo: 51 % der Unternehmen investieren mindestens 1 % ihres Umsatzes in Innovation und neue Technologien, während bereits mehr als 41 % Künstliche Intelligenz integriert haben oder sich in der Einführungsphase befinden
Der Margendruck bleibt eine grosse Herausforderung: Kosten und Margen (51 %), der Fachkräftemangel (38 %) sowie regulatorische Vorgaben (36 %) zählen zu den grössten Herausforderungen. Dennoch blicken 55 % der Befragten zuversichtlich auf die Zukunft ihres Unternehmens.
Zum dritten Mal in Folge haben Lombard Odier, Bilan und Finanz und Wirtschaft eine Studie unter Unternehmern sowie Führungskräften von knapp 300 Familienunternehmen in der Schweiz durchgeführt. Die Ausgabe 2026 zeigt Unternehmer, die klar auf die Zukunft ausgerichtet sind und in Technologien sowie Künstliche Intelligenz investieren, zugleich aber weiterhin mit Herausforderungen bei der Nachfolgeplanung und einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert bleiben.
Die Nachfolge bleibt im Zentrum der Herausforderungen
Vor dem Hintergrund, dass in den kommenden Jahren mehrere Zehntausend Schweizer Unternehmen den Eigentümer wechseln, bleibt die Unternehmensnachfolge die wichtigste familienbezogene Herausforderung für Unternehmer. Fast jede zweite befragte Person (45 %) nennt die Nachfolge und die Übergabe des Unternehmens als ihr grösstes Anliegen, während lediglich 25 % die Vorbereitung der nächsten Generation als zentrale Priorität betrachten. Die Nachfolge wird damit klar als zentrale Herausforderung erkannt, zugleich werden zunehmend auch Lösungen ausserhalb der Familie in Betracht gezogen.
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Diese Entwicklung spiegelt eine immer häufiger anzutreffende Realität wider: das Fehlen familieninterner Nachfolger sowie die stärkere Einbindung externer Personen – oder Mitglieder des erweiterten Familienkreises – in den Nachfolgeprozess. Dadurch wächst die Offenheit gegenüber alternativen Nachfolgelösungen, die über den traditionellen Familienrahmen hinausgehen.
Technologische Innovation wird zu einem strategischen Erfolgsfaktor
Schweizer Familienunternehmen setzen ihre technologische Transformation fort und sind sich bewusst, dass Innovation zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden ist. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) investiert mindestens 1 % ihres Jahresumsatzes in Innovation und neue Technologien. 16 % investieren sogar mehr als 5 % ihres Umsatzes in diesen Bereich.
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in familiengeführte KMU. So geben 21 % der befragten Unternehmen an, KI bereits in ihre Geschäftstätigkeit integriert zu haben, während sich weitere 20 % in der Test- oder Einführungsphase befinden. Hinzu kommen 11 %, die eine Implementierung innerhalb der nächsten zwölf Monate planen.
Investitionen werden durch ein anspruchsvolleres Umfeld gebremst
Die Ergebnisse zeigen zudem eine gewisse Zurückhaltung bei Investitionen. Angesichts des starken Schweizer Frankens, steigender Rohstoffkosten und anhaltender internationaler Handelskonflikte sind Unternehmen bemüht, ihre Margen zu schützen. Dieser Druck trägt dazu bei, dass die Investitionen in Innovation im Vergleich zur vorherigen Ausgabe der Studie geringer ausfallen.
Zuversicht trotz zahlreicher Herausforderungen
Wie bereits in den vergangenen Ausgaben der Studie stehen wirtschaftliche Themen weiterhin im Vordergrund. Der Druck auf Kosten und Margen wird von 51 % der Befragten genannt, gefolgt vom Fachkräftemangel (38 %) sowie regulatorischen und administrativen Anforderungen (36 %).
Veränderte Kundenerwartungen (28 %), familienbezogene Herausforderungen im Unternehmen (21 %) sowie die digitale Transformation (20 %) vervollständigen die Rangliste der wichtigsten Herausforderungen, mit denen sich Führungskräfte konfrontiert sehen.
Trotz dieser Herausforderungen blicken Unternehmer optimistisch in die Zukunft. Nahezu zwei Drittel der Befragten geben an, zuversichtlich oder sehr zuversichtlich hinsichtlich der Zukunft ihres Unternehmens zu sein. Dies unterstreicht einmal mehr die Resilienz und Anpassungsfähigkeit der Schweizer Familienunternehmen.
Die sich frühzeitig mit diesen Fragen auseinandersetzen und auf die richtige Expertise zurückgreifen, am besten in der Lage sind, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und die Zukunft ihres Unternehmens langfristig zu sichern Serge Fehr, Limited Partner und Leiter des Schweizer Marktes bei Lombard Odier
Serge Fehr, Limited Partner und Leiter des Schweizer Marktes bei Lombard Odier, kommentiert: «Familienunternehmen müssen heute mehrere Veränderungen gleichzeitig bewältigen: technologische, generationelle und wirtschaftliche. Gleichzeitig erleben wir die bemerkenswerte Resilienz der Schweizer Unternehmen, die sich an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und weiterhin mit Umsicht und Zuversicht investieren.
Mit Blick auf Unternehmensübergabe und Nachfolge stellen wir fest, dass jene Unternehmer, die sich frühzeitig mit diesen Fragen auseinandersetzen und auf die richtige Expertise zurückgreifen, am besten in der Lage sind, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und die Zukunft ihres Unternehmens langfristig zu sichern.»
Über die Studie
Die Studie wurde von TX Group zwischen dem 31. Mai und dem 27. August 2026 unter 282 Schweizer Familienunternehmen durchgeführt, darunter 160 Unternehmen aus der Romandie, 113 aus der Deutschschweiz und 9 aus dem Tessin. Sie ist Teil der dritten Ausgabe der schweizweiten Erhebung von Bilan, Finanz und Wirtschaft und TX Group.
Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren zahlreiche Branchen der Schweizer Wirtschaft. 96 % der befragten Unternehmen beschäftigen bis zu 250 Mitarbeitende und spiegeln damit die breite Vielfalt des familiengeführten Unternehmenssektors in der Schweiz wider.
Medienmitteilung
Unternehmerstudie 2026: Schweizer Familienunternehmen beschleunigen ihre technologische Transformation, während die Nachfolgeplanung eine zentrale Herausforderung bleibt
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