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Das Paradox der Zukunftsfähigkeit französischer Familienunternehmen: ein vielgelobtes, aber bedrohtes Modell
Eine qualitative Studie von Lombard Odier und HEC Paris Junior Conseil
Kernpunkte.
69% der befragten Führungskräfte sind der Ansicht, dass die familiäre Identität einen Wettbewerbsvorteil für ihr Unternehmen darstellt, und 60 % wünschen sich, das Unternehmen innerhalb der Familie zu erhalten
Dennoch glaubt weniger als die Hälfte an eine gesicherte Übernahme durch die nächste Generation
Ein Paradoxon, das sich durch mehrere Faktoren erklären lässt: Während 68 % der nächsten Generation einen anderen beruflichen Weg einschlagen möchten, verfügen nur 39 % der Familien über einen vollständigen Nachfolgeplan.
In Frankreich stellen Familienunternehmen nahezu 65% des BIP und rund 70% der Arbeitsplätze. Tief in ihren Regionen verwurzelt, schaffen sie Arbeitsplätze, geben Know-how weiter und tragen aktiv zur wirtschaftlichen Dynamik bei. Dennoch werden nur 14–20% tatsächlich innerhalb der Familie weitergegeben – im Vergleich zu über 50% in Deutschland und 60% in Italien. Dieser Unterschied verdeutlicht die Komplexität eines Übergangs, der weit über rein finanzielle Aspekte hinausgeht.
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Um die Dynamiken, die hinter erfolgreichen oder unsicheren Unternehmensübergaben stehen, besser zu verstehen, hat Lombard Odier France die Studie „Familienunternehmen: die Herausforderung der Zukunftssicherung“ durchgeführt. Die qualitative Umfrage, die zwischen Juni und September 2025 stattfand, stützt sich auf 85 ausführliche Interviews mit Führungskräften und Mitgliedern französischer Familienunternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen.
Edouard de Saint Pierre, CEO von Lombard Odier France, kommentiert: «Aus den Erfahrungsberichten zeichnet sich eine klare Realität ab: Die innerfamiliäre Unternehmensübergabe ist voller Paradoxien. Unternehmer haben Vertrauen in die nächste Generation, doch diese möchte häufig einen anderen beruflichen Weg einschlagen; eine vorbildliche Unternehmensführung steht einer unvollständigen und kaum oder gar nicht formalisierten Nachfolgevorbereitung gegenüber. Unser Anspruch ist es, Familien dabei zu unterstützen, eine durchdachte und nachhaltige Übergabe zu gestalten, die Generationen überdauert.»
Unser Anspruch ist es, Familien dabei zu unterstützen, eine durchdachte und nachhaltige Übergabe zu gestalten, die Generationen überdauert Edouard de Saint Pierre, CEO von Lombard Odier France
Ein Pfeiler der französischen Wirtschaft vor einer generationellen Herausforderung
Mit dem demografischen Wandel war bereits 2023 jeder vierte Geschäftsführer eines familiengeführten KMU oder mittelständischen Unternehmens über 60 Jahre alt. Mehr als jedes zweite Unternehmen wird innerhalb des kommenden Jahrzehnts mit einer Nachfolgesituation konfrontiert sein. Die Frage ist nicht mehr theoretisch – sie stellt sich in jedem Familienrat und in jedem strategischen Ausschuss.
Die Studie zeigt eine starke Verbundenheit der Führungskräfte mit der familiären Kontinuität. Die grosse Mehrheit möchte das Unternehmen an die nächste Generation weitergeben, und 82% sind überzeugt, dass diese das unternehmerische Projekt fortführen und weiterentwickeln kann.
Dennoch glaubt weniger als die Hälfte tatsächlich an eine sichere Übernahme. Der Wille zur Übergabe trifft auf veränderte Lebenspläne: Der Wunsch, einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen, ist mit 68% der mit Abstand wichtigste Grund für das Ausbleiben einer familieninternen Nachfolge. Interne Konflikte oder strategische Differenzen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Die Unternehmensübergabe ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein Entscheidungsprozess, der im Dialog zwischen den Generationen entsteht. Dies macht deutlich, wie wichtig klare und wertschätzende Gesprächsräume sind, damit eine Nachfolge zu einer gemeinsamen Entscheidung wird – und nicht zu einer Pflicht.
Strukturiertes Vermögen, aber wenig formalisierte Nachfolgeplanung
Die befragten Familienunternehmen zeichnen sich durch eine solide steuerliche, juristische und vermögensrechtliche Strukturierung aus: 83% haben bereits eine Trennung zwischen privatem und beruflichem Vermögen vorgenommen und 76% juristische Vorkehrungen zum Schutz des Unternehmens eingerichtet (Dutreil-Pakte, Nutzniessungsmodelle, Übergabestrukturen).
Dennoch steht dieser operativen Reife eine unzureichende Nachfolgeplanung gegenüber: Nur 39% der Familien verfügen über einen vollständigen Plan, 35% haben noch nichts formell festgehalten.
Dies verdeutlicht ein Paradox: Familienunternehmen sind operativ und vermögensrechtlich hervorragend aufgestellt, doch die menschlichen und relationalen Aspekte der Übergabe werden häufig später und weniger strukturiert angegangen.
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Familien governance: Absicht in Handlung umwandeln
Die Studie hebt ausserdem die Bedeutung der Familiengovernance hervor, um die langfristige Kontinuität des unternehmerischen Projekts zu sichern. Obwohl 81 % der Führungskräfte den Nutzen eines strukturierten Rahmens erkennen, verfügt weniger als jede zweite Familie über eine klar formulierte Governance.
Neben juristischen und vermögensbezogenen Themen hebt die Studie die ausgeprägt menschliche Dimension der Übergabe hervor. Vertrauen, generationenübergreifender Dialog und geteilte Werte sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Familiencharta, Familienrat oder strukturierte Integrationsprozesse für die nächste Generation können Schlüsselwerkzeuge sein, um Zusammenhalt zu stärken und Kontinuität zu sichern.
Für Lombard Odier – ein familiengeführtes Investmenthaus in der 7. Generation – bedeutet die Begleitung von Unternehmern sowohl die Strukturierung einer geeigneten Vermögensarchitektur als auch die Förderung eines langfristigen familiären Dialogs.
Xavier Bonna, geschäftsführender Teilhaber der Lombard Odier Gruppe, kommentiert: «Unternehmer zu begleiten bedeutet, ihre Geschichte und Vision zu verstehen. Die Übergabe eines Familienunternehmens lässt sich nicht auf eine finanzielle Fragestellung reduzieren: Sie berührt Identität, Werte und die Zukunft einer Familie. Unsere Aufgabe besteht darin, diesen Familien zu helfen, ihren Willen zur Weitergabe in eine solide Kontinuität für die kommenden Generationen zu verwandeln.»
Unsere Aufgabe besteht darin, diesen Familien zu helfen, ihren Willen zur Weitergabe in eine solide Kontinuität für die kommenden Generationen zu verwandeln Xavier Bonna, geschäftsführender Teilhaber der Lombard Odier Gruppe
Medienmitteilung
Das Paradox der Zukunftsfähigkeit französischer Familienunternehmen: ein vielgelobtes, aber bedrohtes Modell
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