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    Zuerst Rezession, dann Erholung

    Zuerst Rezession, dann Erholung
    Stéphane Monier - Chief Investment Officer<br/> Lombard Odier Private Bank

    Stéphane Monier

    Chief Investment Officer
    Lombard Odier Private Bank
    Marc Giesbrecht - Deputy Chief Investment Officer, Lombard Odier Private Bank

    Marc Giesbrecht

    Deputy Chief Investment Officer, Lombard Odier Private Bank

    Hat sich das Blatt für die Weltwirtschaft gewendet?

    Die jüngste Entwicklung zeigt, dass der wirtschaftliche und finanzielle Druck nachlässt. Die Inflation sinkt dank fallender Energiepreise und der Erholung der Lieferketten.

    Und insbesondere ist in China die Wiedereröffnung im Gange.

    Da die chinesischen Behörden die Wirtschaft in diesem volatilen Prozess unterstützen, zieht die Binnennachfrage an. Auch der Ausblick für den Immobilienmarkt und den Technologiesektor verbessert sich. Wir erwarten somit dieses Jahr in China ein Wachstum von 5%. Dank besserer Lieferketten sollte die beschleunigte Wiedereröffnung die globale Inflation nicht zu stark anheizen, auch wenn die Rohstoffnachfrage ansteigt.

    … die beschleunigte Wiedereröffnung Chinas sollte die globale Inflation nicht zu stark anheizen …

    Mehr Wachstum in China ist für den Rest der Welt positiv, vor allem für die Schwellenländer. Die entsprechende Nachfrage gleicht zum Teil den Rückgang in anderen Ländern aus, wo die Notenbanken weiter die Inflation bekämpfen.

    In den USA dürften die Zinsen auf einen Höchststand von 5% steigen und 2023 mehrheitlich dort bleiben, während die Fed die Lohnentwicklung beobachtet.

    Da straffere Finanzbedingungen die Nachfrage in den USA schwächen, erwarten wir eine kurze Rezession. Sinkende private Investitionen dürften vor allem den Immobilienmarkt belasten. Durch den Abschwung könnte die US-Inflation somit bis Ende Jahr unter 3% zurückgehen.

    Auch in Europa lässt das Wachstum nach, da die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen auf ein restriktives Niveau erhöht.

    Während die Fed den Arbeitsmarkt beobachtet, hängt die Politik der EZB von besseren Energieaussichten und fallenden Gaspreisen ab. Dank des milden Winters, gefüllter Gaslager und neuer Energiequellen sind die Preise zurück auf dem Niveau von 2021 – dies entspricht dem Stand vor Ausbruch des Ukrainekriegs.

    Desinflation und das Ende der geldpolitischen Straffung heissen nicht, dass sich die Notenbanker zurücklehnen können. Die Teuerung ist immer noch hoch. Wir erwarten volatile Inflationsdaten und Rezessionsphasen, bevor später im Jahr eine Erholung einsetzt.

    In diesem Umfeld könnte es für Optimismus an den Märkten zu früh sein. Wir bevorzugen einen ausgewogenen Anlageansatz.

    … für Optimismus an den Märkten könnte es zu früh sein. Wir bevorzugen einen ausgewogenen Anlageansatz

    Wir haben die Aktienallokation auf neutral erhöht. Dazu haben wir Schwellenländeraktien aufgestockt und halten an der Übergewichtung chinesischer Aktien sowie japanischer Small und Mid Caps fest. Wir favorisieren weiterhin Qualitätsanleihen – konkret US-Staatsanleihen und Investment-Grade-Unternehmenspapiere. Bei den Währungen haben wir das Engagement im Euro und im japanischen Yen erhöht, da sie weiter zulegen dürften.

    Zusätzliche Volatilität ist unvermeidbar, und mehrere Faktoren können zu Instabilität führen. Wir bevorzugen daher widerstandsfähige Vermögenswerte und behalten die Inflation, Probleme bei der Wiedereröffnung Chinas, das Wachstum und die Geopolitik im Auge.

    Wichtige Hinweise.

    Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig ist, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende

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