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Nachhaltigkeitsorientierte Gemeinschaft muss aktiv werden – Vorreiterrolle von „Building Bridges“

Nachhaltigkeitsorientierte Gemeinschaft muss aktiv werden – Vorreiterrolle von „Building Bridges“
Patrick Odier,
Senior Managing Partner, Lombard Odier Group

Artikel veröffentlicht in Le Temps am 2. August 2021

Wie die Ablehnung des CO2-Gesetzes durch das Schweizer Volk gezeigt hat, lassen sich die guten Nachhaltigkeitsvorsätze nicht ohne eine klare, von allen getragene Strategie umsetzen. Doch auch wenn das Gesetz an der Urne gescheitert ist: An der Umweltsituation und den Folgen des Klimawandels ändert dies nichts. Unserem Planeten geht es zusehends schlechter. Jede Woche unterstreichen klimawandelbedingte Ereignisseden dringenden Handlungsbedarf.

Building Bridges“ möchte beispielhaft zeigen, welche konkreten Schritte eine wirklich nachhaltigkeitsorientierte Gemeinschaft unternehmen kann, um Verhaltensänderungen zu bewirken und Standards zu erarbeiten, welche die Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) unterstützen.

Die zweite Ausgabe dieses weltweit einzigartigen Diskussions-, Kooperations- und Aktionsforums findet vom 29. November bis 2. Dezember 2021 in Genf statt. Daran teilnehmen werden zahlreiche Vertreter des Finanzsektors, der Industrie, dreier eidgenössischer Departemente (Finanzdepartement, Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Departement für auswärtige Angelegenheiten), der kantonalen und lokalen Genfer Behörden, der Zivilgesellschaft, von Universitäten, von internationalen und nichtstaatlichen Organisationen und nicht zuletzt natürlich der Vereinten Nationen.

Genf – wo nachhaltiges Handeln zu Hause ist

Welcher Ort ist für eine solche Nachhaltigkeitsinitiative, die über diese Veranstaltung hinaus Fortbestand haben wird, besser geeignet als die Schweiz und Genf? Die Schweiz ist das weltweit einzige Land mit gleich zwei wichtigen internationalen Finanzplätzen. Und Genf ist nach wie vor die Hauptstadt des Dialogs, des Friedens und der internationalen Diplomatie, wie das jüngste Treffen zwischen Biden und Putin am Genfersee bewiesen hat.

Welcher Ort ist für eine solche Nachhaltigkeitsinitiative, die über diese Veranstaltung hinaus Fortbestand haben wird, besser geeignet als die Schweiz und Genf?

Das einmalige Schweizer und Genfer Ökosystem war es sich schuldig, über eine Initiative wie „Building Bridges“ den Grundstein für eine nachhaltigkeitsorientierte Gemeinschaft zu legen, die sich zur Erreichung der SDGs formieren und von hehren Absichtserklärungen zu konkreten Massnahmen übergehen muss. Ziel der ersten Ausgabe von „Building Bridges“ im Jahr 2019 war, alle Interessengruppen zusammenzubringen, um einen fundierten Austausch über die Herausforderungen anzustossen. Über 1'000 Akteure aus dem In- und Ausland nahmen daran teil, darunter der Bundespräsident der Schweiz, der Generaldirektor des Genfer UN-Sitzes sowie zahlreiche CEOs und Meinungsführer von NGOs, Unternehmen, Universitäten und anderen internationalen Organisationen.

 

„Building Bridges“ soll die Wirkung  nachhaltiger Finanzen beschleunigen

Beim Treffen von 2019 ging es erst einmal darum, Brücken zwischen allen und insbesondere jenen Akteuren zu schlagen, die sich am stärksten gegen den aktuellen Klimawandel engagieren. Dieses Ziel wurde erreicht. Das Fundament für diese Brücken ist fest verankert.

Danach galt es, konkrete und messbare Massnahmen nach gemeinsamen Regeln und Vorgaben zu ergreifen. Seit 2019 ist viel Wasser unter diesen Brücken hindurchgeflossen. Die Zahlen sprechen für sich: Ein im Juni 2021 publizierter Bericht von Swiss Sustainable Finance (SSF) zeigt, dass die nachhaltigen Anlagen in der Schweiz ein Volumen von 1'520 Milliarden Franken erreicht haben. Damit sind sie innerhalb eines Jahres um beträchtliche 31% gestiegen. Kaum zu glauben, dass diese Zahlen vor einigen Jahren noch vertraulich waren ...

Die nachhaltigen Anlagen haben in der Schweiz ein Volumen von 1'520 Milliarden Franken erreicht

Nachhaltigkeitsregeln: Standards und Transparenz erforderlich

Die zunehmende Akzeptanz von Nachhaltigkeitszertifikaten und -labels ist ebenfalls ermutigend. Zu Beginn des letzten Jahres verfügten knapp 6% der nachhaltigen Anlagen über eine unabhängige Zertifizierung. Bis Ende 2020 hat sich dieser Anteil mehr als verfünffacht: Zu diesem Zeitpunkt wiesen 32% der nachhaltigen Anlagen eine von Drittparteien ausgestellte Zertifizierung auf (FNG-Siegel, GRESB, Label IRS, Luxflag usw.).

Diese verschiedenen Formen der Kennzeichnung und Zertifizierung sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Sektor der nachhaltigen Finanzen boomt.Einer Beliebtheit, die nach mehr Klarheit und Transparenz verlangt. Denn den verschiedenen Akteuren fällt die Koordination ihrer methodischen Ansätze schwer, was zu einem Wildwuchs an Standards, Methoden und Wirkungsindikatoren führt. Kein Wunder, sind die Anleger verunsichert.

Transparenz ist ebenso wichtig wie Aufklärung, um Ängsten vor „Green Washing“ oder „Social Washing“ zu begegnen. Wir sind noch recht weit von einer einheitlichen und anerkannten Definition von „Nachhaltigkeit“ entfernt. Daher muss unbedingt ein klarer Rahmen für nachhaltige Anlagen geschaffen werden, der auf den SDGs basiert.

 

Rasch und gemeinsam handeln

Vordringliche Aufgabe dieser zweiten Ausgabe von „Building Bridges“ wird sein, die Ziele der nachhaltigkeitsorientierten Interessengemeinschaft in konkrete Massnahmen umzusetzen. Durch die Mobilisierung der Finanzbranche und die Ausrichtung auf messbare wissenschaftliche Daten soll die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützt und beschleunigt werden. Die Organisatoren werden die Gemeinschaft bitten, Vorschläge für Veranstaltungen während der Building Bridges Week zu drei Hauptthemen einzureichen: Wirkung und Transparenz, Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und Fintech im Dienste der SDGs.

Denn die Gesundheitskrise hat die Klimakrise, die unseren Planeten bedroht, nicht gebremst

Letztlich besteht das Ziel dieses weltweit einzigartigen Nachhaltigkeitsforums „Building Bridges 2021“ darin, das Tempo zu forcieren. Weil wir alle mehr denn je aktiv werden müssen. Denn die Gesundheitskrise hat die Klimakrise, die unseren Planeten bedroht, nicht gebremst. „Building Bridges 2021“ ist weit mehr als eine Plattform für politische Debatten: Anlässlich dieses Forums sollen gemeinsame Lösungen erarbeitet werden, um staatliches und privates Kapital optimal in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft zu lenken. Einer Wirtschaft also, die sauberer, effizienter, integrativer und kreislauforientierter ist und möglichst vielen Menschen Wohlstand bringt, ohne dass unser Planet aus seinem fragilen Gleichgewicht gerät. Ziel von „Building Bridges“ ist, gemeinsam klare und transparente Regeln zu verabschieden sowie unverzüglich kollektiv und mit konkreter Wirkung zu handeln.

Seien Sie dabei, wenn am 29. November in Genf die zweite Ausgabe von "Building Bridges" lanciert wird.

Wichtige Hinweise.

Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der Bank Lombard Odier & Co AG oder einer Geschäftseinheit der Gruppe (nachstehend “Lombard Odier”) herausgegeben. Sie ist weder für die Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung in Rechtsordnungen bestimmt, in denen eine solche Abgabe, Veröffentlichung oder Verwendung rechtswidrig wäre, noch richtet sie sich an Personen oder Rechtsstrukturen, an die eine entsprechende Abgabe rechtswidrig wäre.

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