Gemessen am Swiss Performance Index (SPI) lag der Schweizer Markt im Juni mit 4,48 Prozent im Plus, während der Schweizer Small- und Mid-Cap-Index (SPI Extra) 3,34 Prozent zulegte. Demgegenüber standen ein Verlust von 0,72 Prozent beim MSCI World Index (NDDUWI), ein Verlust von 1,06 Prozent beim S&P 500 (SPX) und ein Plus von 2,92 Prozent beim MSCI Europe Index (MXEU).
Am 18. Juni unterzeichneten die USA und der Iran eine Absichtserklärung, die zur Wiederöffnung der Straße von Hormus und zu einem starken Rückgang der Ölpreise führte. Die Rohölpreise für die Sorten Brent und WTI fielen im Laufe des Monats um rund 20 Prozent. Die niedrigeren Energiepreise reduzierten die Befürchtungen vor einem anhaltenden Inflationsschock und stützten die Risikobereitschaft außerhalb des Energiesektors. Aufgrund ihrer größeren Energieabhängigkeit profitierten die europäischen Volkswirtschaften von den fallenden Ölpreisen überproportional.
Gleichzeitig ging die Begeisterung für KI mit Gewinnmitnahmen einher. Im Juni kam es bei mehreren Mega-Cap-Technologieaktien zu Kursrückgängen, da Anleger die kurzfristige Rendite der massiven KI-Investitionen in Frage stellten. Die Kursentwicklung von Halbleiterunternehmen, von Anbietern von KI-Infrastruktur, von Speicherherstellern sowie von Betreibern und Zulieferern von Rechenzentren blieb jedoch stark.
Soweit es die Stilfaktoren betrifft, schnitten defensive Werte im Allgemeinen besser ab als zyklische Titel. Eine Ausnahme war hier der MSCI Europe Index. Small-Caps liefen in den USA besser als Large-Caps, jedoch nicht in Europa und der Schweiz. Value entwickelte sich in den USA besser als Growth. Das galt aber nicht für Europa und die Schweiz. Und schließlich schnitt der Faktor Qualität besser ab als der Gesamtmarkt.
Im Juni haben wir dem Portfolio Positionen in Centiel und DSM-Firmenich hinzugefügt, während wir unsere Beteiligung an der Partners Group und Siegfried verkauft haben.
Die institutionelle Anteilsklasse des LO Funds (CH)–Swiss Small & Mid Caps beendete den Juni mit einer Rendite von +3,59 Prozent. Das entspricht einer relativen Outperformance von 24 Basispunkten gegenüber der Benchmark, dem SPI Extra TR. Unsere Übergewichtung von Comet, Implenia und Inficon leistete im Juni die größten Beiträge zur Wertentwicklung. Die Übergewichtung von Interroll, Kardex und Huber + Suhner beeinträchtigte hingegen am stärksten. Im SPI Extra führten die Sektoren Rohstoffe und Healthcare die anhaltende Erholung an, während defensive Branchen wie Versorger und Kommunikationsdienstleistungen als Liquiditätsquellen genutzt wurden.
Wir sehen die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran, die zur Wiederöffnung der Straße von Hormus und sinkenden Ölpreisen geführt hat, als positives Zeichen. Wir gehen davon aus, dass sich der Fokus dadurch von den makroökonomischen Daten und der Geopolitik hin zu den Unternehmensgewinnen und den Fundamentaldaten verlagert. Für die Berichtssaison zum zweiten Quartals wird allgemein mit starken Ergebnissen gerechnet.
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