Der Lombardkredit.

Ein Lombardkredit1 ist ein Laufzeitkredit oder eine vereinbarte Kontoüberziehungslimite, der/die gegen Verpfändung liquider Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen oder Anlagefonds bis zu einem bestimmten Prozentsatz ihres Werts eingeräumt wird.

Die Geschichte der Lombardkredite

Die Ursprünge des Begriffs „Lombard“ reichen bis ins Mittelalter zurück. Er steht für die Bankdienstleistung, die italienische Händler aus der Lombardei damals anboten.

Im Zuge der wirtschaftlichen Expansion der westlichen Welt im 12. Jahrhundert waren diese Händler die ersten, welche die Bedürfnisse nach Konsumkrediten befriedigten und damit den Grundstein für das Bankkreditgeschäft legten.


Mit einem Lombardkredit bleiben die Vermögenswerte investiert

Der Kreditnehmer behält alle damit verbundenen Vorteile (z.B. Stimmrechte und Dividenden für Beteiligungen).

Somit muss der Kreditnehmer sein Kapital – oder mögliche Renditen – nicht reduzieren, um Bargeld zu erhalten.


Das Kapital des Kreditnehmers unterliegt bei einem Lombardkredit Risiken

Falls die Wertpapiere, die als Sicherheit dienen, zum Beispiel aufgrund der Marktvolatilität oder des Währungsrisikos an Wert verlieren, muss der Kreditnehmer zusätzliche Sicherheiten stellen oder einen möglichen Verkauf seiner Vermögenswerte akzeptieren, um den ausstehenden Kreditbetrag zu reduzieren.


Eine Kreditaufnahme ist mit Kosten verbunden

Ein Kredit ist eine Verpflichtung zur Rückzahlung eines festen Geldbetrags an einem festgesetzten Termin in der Zukunft. Die Kosten hängen von der Kredithöhe, der Qualität der Sicherheit und davon ab, wie lange das Geld benötigt wird. Eine vorzeitige Tilgung kann ebenfalls mit Kosten verbunden sein. 

Der Lombard-Kredit hat nichts mit unserer Bank zu tun, obwohl er den gleichen Namen trägt.