Unser Drei-Säulen-Prinzip.

Um zu erkennen, welche Firmen am besten positioniert sind, um die beträchtlichen Chancen der Nachhaltigkeitsrevolution zu nutzen, orientieren wir uns an einem Drei-Säulen-Prinzip. Anhand dieses Prinzips bewerten wir die Nachhaltigkeit des Finanzierungsmodells, der Geschäftspraktiken und der Geschäftsmodelle eines Unternehmens.

 

Unser Drei-Säulen-Prinzip

1. Nachhaltigkeit des Finanzierungsmodells

Ausgangspunkt für jegliche Investition ist die finanzielle Tragfähigkeit des Unternehmens, unabhängig von der Anlageklasse.

Im Aktienbereich wollen wir beispielsweise Unternehmen finden, die in der Lage sind, Überrenditen zu erwirtschaften. Die Unternehmen müssen also kapitaleffizient sein sowie Cashflows generieren und ihre Bilanzen unabhängig von den Kapitalmärkten ausgleichen können.

Bei Anleiheanlagen bewerten wir die Solvenz eines Unternehmens. Dabei betrachten wir seine Finanzdaten, um seine grundlegende Bonität und seine Fähigkeit zu bestimmen, die Schulden zurückzuzahlen und sich zu refinanzieren. Im Gegensatz zu traditionellen Benchmarks, die auf der Grundlage der Marktkapitalisierung strukturiert sind, gehen wir von der Qualität der Schulden aus, nicht von der Quantität.

 

2. Nachhaltigkeit der Geschäftspraktiken

Um langfristigen Mehrwert zu generieren, muss ein Unternehmen unseres Erachtens gleichermassen auf seine Geschäftspraktiken wie auf seine finanzielle Performance achten. Wir glauben, dass Geschäftspraktiken die finanzielle Performance ebenso stark beeinflussen wie Erträge oder Kosten. Die Unternehmen müssen sich auf alle Anspruchsgruppen fokussieren: die Regulatoren, Aktionäre, Mitarbeitenden, Kunden, Zulieferer, die lokale Gemeinschaft, und nicht zuletzt die Umwelt selbst.

Programme zur Förderung der Geschlechtervielfalt, die Einhaltung der Best Practices bei der VR-Zusammensetzung, solide Weisungen zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden sowie die Minimierung der Umwelteinflüsse – dies alles sind Geschäftspraktiken eines Unternehmens.

Tools.

Wir benutzen verschiedene Tools, um die Nachhaltigkeit der Geschäftspraktiken eines Unternehmens zu beurteilen:

Langfristige Messgrössen – ESG-Kennzahlen

Anhand von 115 spezifischen, identifizierbaren und verlässlichen Datenpunkten bewerten wir, ob sich die Unternehmen an bewährten Praktiken in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance (ESG) orientieren, ob sie bei deren Übernahme Fortschritte machen und ob sie über Geschäftspraktiken verfügen, mit denen sie mit Blick auf künftige Regulierungen bereits gut positioniert sind.

Wir sammeln, prüfen und erweitern grosse Mengen an Rohdaten zu Geschäftspraktiken. Nichtfinanzielle Daten erheben wir so detailliert wie möglich aus traditionellen und alternativen Quellen. Anschliessend integrieren unsere Portfoliomanager diese Daten in ihren Anlageprozess.

 

Kurzfristige Messgrössen – Konflikte

Wir betrachten den Umgang von Unternehmen mit Konflikten und beziehen dabei deren Schweregrad in Bezug auf die Kontrolle der Portfoliorisiken ein.

 

Impact-Messgrössen

Wir analysieren auch die CO2-Emissionen und den Wasserverbrauch von Unternehmen. So können wir verstehen, wie Unternehmen versuchen, ihre Geschäftspraktiken in einer Wirtschaft zu verbessern, die vor der Herausforderung steht, ihre CO2-Emissionen und den Wasserverbrauch zu verringern.

 

3. Nachhaltigkeit eines Geschäftsmodells

Wir prüfen die Nachhaltigkeit eines Geschäftsmodells in Bezug auf die langfristigen Trends einer globalen Wirtschaft, die sich hin zu einem nachhaltigeren Modell wandelt. Wie gut ist das Unternehmen aufgestellt, um die Chancen zu nutzen, die der Wandel bietet? Diese zukunftsgerichtete Analyse ist wichtig, um zu verstehen, ob die Performance des Unternehmens auf lange Sicht wiederholbar und nachhaltig ist. Ausgangspunkt der Analyse bilden die Megatrends, die unsere wirtschaftliche und soziale Entwicklung in diesem Zeitraum prägen werden.

Unseres Erachtens wird die Nachhaltigkeitsrevolution von fünf Megatrends bestimmt:

✔ Demografische Entwicklung

✔ Klimawandel

✔ Natürliche Ressourcen

✔ Digitale Revolution

✔ Ungleichheit

Bei jedem dieser Megatrends skizzieren wir die mögliche Entwicklung, um besser zu verstehen, welche Sektoren betroffen sein werden und wie. So können wir die Chancen erkennen, die sich in Anlagethemen umsetzen lassen.